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André wird zum Ironman auf Hawaii


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André wird zum Ironman

Es ist die Herausforderung seines Lebens. Unser Morgenmann André Hardt will in diesem Jahr den härtesten Triathlon der Welt, den Ironman auf Hawaii, in Angriff nehmen.

3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und anschließend 42 km Marathon laufen. Wind, Wellen und die Hitze der hawaiianischen Lavawüste machen dieses Rennen zu einem der anspruchsvollsten Ausdauerwettkämpfe weltweit.

Da es kurzfristig sehr schwierig ist, sich für den offiziellen Ironman Worldchampionship zu qualifizieren, für André wahrscheinlich sogar unmöglich, werden wir einen eigenen Wettkampf veranstalten. Natürlich mit denselben Distanzen, denselben klimatischen Bedingungen auf der Hawaii Insel Big Island im Herbst 2017. Startschuss für André ist allerdings schon jetzt.



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Mai / Juni

Tatsächlich geschafft! Also der Fichtelberg-Radmarathon ist geschafft und ich bin es auch. Das war echt die Härte. Viereinhalbstunden nahezu nonstop bergauf fahren, Steigungen bis zu 16 Prozent. Eine Grenzerfahrung für jemanden, der sich Berge bis jetzt immer am liebsten von unten angekuckt hat. Und weil ich gerade mal seit drei Monaten auf einem Straßenrennrad sitze, bin ich ganz schön happy, diese Tour bewältigt und irgendwie überstanden zu haben.

Die Rückenprobleme sind verschwunden. "Black-Roll" heißt das Zauberding, das mir geholfen hat. Einfach nur eine schwarze Rolle, die aussieht wie ein Stück Abflussrohr und auf der man sich einmal am Tag für zwei Minuten in Rückenlage auf und ab bewegt.

Jetzt sind es die Mühen der Ebene, durch die ich mich seit einigen Wochen quäle. Ein beinahe schon eintöniger Trainingsalltag. Laufen, Radfahren, Schwimmen im täglichen Wechsel, außer Montags. Montag ist Lieblingstag der Woche: Ruhetag! Das ständige Training zerrt allmählich an der körperlichen Substanz. Die Momente häufen sich, in denen ich mich müde und ausgelaugt fühle, in denen ich einfach nur fix und fertig bin und mir die Frage stelle, warum ich mir das alles eigentlich antue. Dann gibt es aber auch wieder motivierende Highlights, z.B. eine 100 Kilometer Radtour bei 32 Grad im Schatten und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 30 km/h mit meinem Mentor Jan Schneidewind von Little John Bikes, der sich als ehem.Spitzentriathlet professionell um Equipment, Trainingspläne und Durchhaltestrategien kümmert. Danke Jan!!

Seit zweieinhalb Wochen ärgert mich eine hartnäckige Magen/Darm-Verstimmung, die ich einfach nicht loswerde. Ich mache trotzdem weiter. So beginnt wahrscheinlich der Wahnsinn unbelehrbarer Sportfetischisten und Leistungsfreaks, die einfach weitertrainieren, ohne auf ihren Körper zu hören. Allerdings war einige Tage zuvor beim Medizincheck in der Uniklinik alles Bestens. Also, rede ich mir ein, ist die Magen/Darm-Geschichte vermutlich genauso belanglos wie ein Furz im Sommerwind.

Nächstes Etappenziel auf dem Weg nach Hawaii ist der Fichtelberg. Ich muss verrückt gewesen sein, als ich mich vor ein paar Wochen offiziell eingeschrieben habe für den Fichtelbegrradmarathon am 18.Juni. Das Training am Berg stimmt mich alles andere als zuversichtlich. Es genügt ein moderater Anstieg und ich hänge wie ein nasser Sack auf meinem "Rennrad" und bewundere alle die, und das dürften die meisten der 900 Starter sein, die einfach nur aus Spaß, mit leichten Beinen, einem 30iger Schnitt und einem Lächeln im Gesicht die 1900 Höhenmeter von Chemnitz auf den Gipfel des Fichtelbergs bewältigen. Aber ich sage mir einfach: wenn Du den Fichtelberg packst, dann packst Du auch Hawaii. Deshalb: (um im Bild meiner aktuellen gesundheitlichen Einschränkung zu bleiben) Arschbacken zusammen und hoch auf den Gipfel!

April

Anfangs dachte ich, das Schwimmen wäre für mich der Knackpunkt, die größte Herausforderung beim Triathlon. Aber das klappt inzwischen ganz gut, da hab ich mich im wahrsten Sinne des Wortes freigeschwommen. Jetzt erwarte ich sehnsüchtig die Zeit der Freiwassersaison, weil es mir mittlerweile einfach keinen Spaß mehr macht, in einer überfüllten Schwimmhalle vierzig oder fünfzig monotone Bahnen zu ziehen und dabei ständig den Fuß vom Vordermann im Gesicht zu haben.

Was mir mittlerweile viel mehr Sorgen macht ist das Radfahren. Wenn das Wetter passt und es passt nicht immer, versuche ich drei Mal pro Woche jeweils 50/60 Kilometer zu schrubben. Nach zweieinhalb Stunden bin ich dann aber echt froh, wieder aus dem Sattel zu kommen. Die Ironman-Distanz (180 Kilometer) im Moment unvorstellbar. Vermutlich bedingt durch die überstreckte Beugehaltung auf dem Rennrad habe ich außerdem zum ersten Mal in meinem Leben Rückenprobleme, nicht während des Fahrens, aber anschließend und dafür dann permanent. Hoffentlich wird das besser.

März

Übergabe meines Trainings-und Rennrads bei Little John Bikes mit Jan Schneidewind.

iEndlich schönes Wetter! Endlich unterwegs! Das windschnittige Outfit erinnert ein bisschen an ein Borat-Kostüm. Aber wer schnell sein will, muss mutig sein :-)

Und so ein Straßenrennrad kann richtig schnell... Mein Rekord auf gerader Strecke nach der zweiten Testfahrt immerhin 48,2 km/h. Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer 50 Kilometer-Tour 27 km/h. Das muss noch deutlich besser werden... Die persönliche Zielzeit für die 180 Kilometer auf Hawaii kalkuliere ich bei 5,5 Stunden. Noch ein weiter Weg bis dahin.



Mein "Schatzi" ist da! Ich freu´mich total!

Ich werde in den nächsten Wochen-und Monaten sehr viel Zeit auf "Schatzi" verbringen,verbunden mit sehr viel Leidenschaft und sehr viel Schweiß. Der entsteht ja bekanntlich dann, wenn die Muskeln weinen. Also los! Das Bike ist ein klassisches Straßenrennrad, Carbon, ganze 8 Kilo leicht. Ein tolles Gerät und eine perfekte Motivation, mich nun endlich in den Sattel zu schwingen, denn, ich gebe es zu: ich habe in diesem Jahr noch keinen einzigen Fahrrad-Kilometer zurückgelegt. Es wird also Zeit!!

Dafür mache ich gute Fortschritte beim Schwimmen, auch Dank der Unterstützung durch Olympiaschwimmer Stev Theloke. Ich bin mindestens vier mal pro Woche in der Schwimmhalle und schaffe es aktuell, 1,7 Kilometer (34 Fünfzigmeterbahnen) am Stück zu kraulen.

Das hätte ich noch vor zwei Monaten für unmöglich gehalten. Aber so ist eben mit allem, was Spaß macht und mit Bewegung zu tun hat:
der Körper gewöhnt sich dran und dann will er mehr.

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André und Olympiaschwimmer Stev Theloke

Februar

- uups, da ist schon Februar! Nur noch neun Monate... Neun Monate Zeit, mein Triathlon-Baby auszutragen. Vor dem Geburtstermin graut mir ehrlich gesagt heute schon. Ich trainiere jetzt fast jeden Tag, obwohl "trainieren" vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist. Etwa 45 Minuten gemütliches Joggen im Schnee, ohne Uhr, ohne Pulsmessschnickschnack, ohne Zeitdruck, am nächsten Tag dann ca. 30 Minuten Schwimmhalle, aktueller Stand: 14 Fünfzigmeter-Bahnen nonstop gekrault, mit dem Ziel, jeweils zwei Bahnen mehr zu schaffen, als beim letzten Mal (darauf bin ich in Anbetracht meiner kläglichen ersten Schwimmversuche im Oktober stolz wie Bolle!)
So siehts also im Moment aus. Schwimmen und ein bisschen Laufen im täglichen Wechsel, ungefähr fünf Tage pro Woche und immer so dosiert, dass es vor allem noch Spaß macht und ich mich auf das nächste Mal freuen kann.

Ach, hätte ich doch fast vergessen: ich muss endlich aufhören zu rauchen - ist nicht gut fürs Baby.


Der Start ins neue Jahr mit der Pullbuoy

Eine blöde, ziemlich hartnäckige Erkältung hat mich zum Jahresstart völlig von den Socken gehauen und drei Trainingswochen gekostet. Aber jetzt geht’s wieder in die Schwimmhalle, mit einem Trainingsgerät, das mir Olympiaschwimmer und Europameister Stev Theloke aus Chemnitz empfohlen hat: Die Pullbuoy. Phonetisch leicht als Pool-Boy missinterpretiert, bedeutet Pullbuoy im wörtlichen Sinne Zugboje. Eine Art Schwimmbrett aus Schaumstoff, das man sich beim Kraulen zwischen die Beine klemmt. Der Auftrieb sorgt dafür, dass man auch ohne Beinarbeit kraulen kann und so vor allem Oberarme und Schultern trainiert. Diese Methode soll auf Dauer die Schwimmlage verbessern und der Körper soll lernen, mit möglichst wenig Beinarbeit lange Distanzen zu schwimmen, um die Kraft in den Beinen fürs Radfahren und Laufen zu schonen. Na mal sehen...

Außerdem gehe ich zweimal pro Woche für je eine Stunde joggen, im Schnee. Vorsichtig und langsam. Beim ersten Mal war ich zu schnell, bin prompt ausgerutscht und schön geflogen... ein klassischer Schnee(p)flug.


Anfang Dezember - Erste Erkenntnisse

"Alles, was denkbar ist, ist auch machbar"

Klingt ein bisschen schwülstig, aber ich will versuchen mich von diesem Satz in den vor mir liegenden Wochen und Monaten motivieren zu lassen. Einen Marathon zu laufen ist denkbar für mich. Das habe ich schon ein paar Mal irgendwie hinbekommen. Denkbar ist es auch 180 km auf dem Rad zu sitzen. Mein Streckenrekord liegt bei 120 km. Mit viel gutem Willen und Training sollte das zu schaffen sein. Undenkbar ist es für mich allerdings, knapp vier Kilometer durch den aufgewühlten Pazifik zu kraulen. Ich dachte immer schwimmen zu können. Doch nach den ersten 150 gekraulten Metern in einer Schwimmhalle bin ich fast ertrunken! Schnappatmung - völlige Entkräftung - Resignation. Das kann ja heiter werden. Sechs(!) Schwimmbadbahnen gerade so überlebt. Fehlen bis zum Trainingsziel nur noch 150 ...

Erste Hausaufgabe für mich: schwimmen, schwimmen, schwimmen. Möglichst mehrmals die Woche. Ums Radfahren und Laufen kümmere ich mich im Frühjahr.






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