1.800 Bombardierwerker protestieren gegen Stellenabbau
1.800 Bombardier-Beschäftigte haben am Vormittag in Görlitz und Bautzen gegen den geplanten Stellenabbau demonstriert. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig forderte ein Zukunftskonzept für die Werke in Görlitz und Bautzen - und zwar über das Jahr 2018 hinaus. Die Konzernspitze dürfe nicht auf Sicht fahren. Bombardier will an beiden Standorten insgesamt 920 Arbeitsplätze streichen – davon allein 700 in Görlitz. Die Konstruktionsabteilung soll bis zum Jahresende von Görlitz nach Hennigsdorf abgezogen werden. Das wäre ein Stich in das Gehirn des Werkes, sagte ein Bombardier-Arbeiter unserem Sender. Unterdessen hat die Konzernleitung offenbar schon damit begonnen, vollendete Tatsachen zu schaffen. Ein Leiharbeiter nach dem anderen werde abgemeldet, sagte der IG-Metall-Geschäftsführer für Ostsachsen, Jan Otto. Er kündigte weitere Aktionen an. Bombardier verteidigte den geplanten Stellenabbau. Die Werke könnten nur so für die Zukunft fit gemacht werden.