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2021 weniger Straftaten im Erzgebirgskreis

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Ähnlich wie in ganz Sachsen ist die Zahl der Straftaten im Erzgebirgskreis im letzten Jahr zurückgegangen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Kriminalstatistik der zuständigen Polizeidirektion hervor. Knapp 10.000 waren es und damit 1.150 weniger als 2020. Einen Rückgang gab es in fast allen Bereichen. So wurden weniger Einbrüche, Autodiebstähle und auch Drogendelikte registriert. Rein statistisch gesehen konnten zwei von drei Delikten im Erzgebirge aufgeklärt werden.

Zugenommen haben dagegen Angriffe auf Polizeibeamte. 93 Fälle von Widerstand gegen die Staatsgewalt gingen letztes Jahr ein. Das waren 25 mehr als 2020. Damit ist die Zahl um mehr als ein Drittel gestiegen. Der Chemnitzer Polizeipräsident Carsten Kaempf zeigt sich darüber besorgt. Die Zahlen würden einen Trend in der Gesellschaft widerspiegeln, der sich durch die Pandemie noch verstärkt habe. Kaempf erwartet mehr Respekt für die Polizistinnen und Polizisten.

Gestiegen ist auch die Zahl der Sexualdelikte. Demnach gab es letztes Jahr 362 Fälle – 82 mehr als noch 2020. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 96 Prozent. Stark gestiegen sei auch die Zahl der Fälle von Kinderpornografie. 164 Fälle gab es - 82 mehr als im Jahr davor. Carsten Kaempf nannte die Zahlen erschreckend. Man werde gerade in diesem Bereich bei der Aufklärung nicht nachlassen, so der Polizeipräsident.