- Die Industriebrache verschwindet komplett.
Abriss von Eminett Cunersdorf bis 10. März
Mit dem Abriss von Eminett im Annaberg-Buchholzer Stadtteil Cunersdorf verschwindet auch ein Stück Industriegeschichte.
Der Betrieb hat die DDR-Textilindustie geprägt und war einstmals einer der größten Arbeitgeber der Region. In Höchstzeiten waren hier an die 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, kaum eine Familie in Cunersdorf hatte zu DDR-Zeiten keine Verbindungen zu dem Unternehmen gehabt.
Nach Insolvenz 2005 und jahrelangem Leerstand und Verfall schien 2017 ein Investor gefunden, doch der Berliner sprang dann doch ab. Zuletzt ging von der Industrieruine vor allem Gefahr aus, Dachteile des Gebäudekomplexes stürzten ein und der Abriss war schließlich unvermeidlich.
Seit Montag wird die Industriebrache komplett abgerissen. Für die Arbeiten ist die Karlsbader Straße voll gesperrt, bis 10. März. Umleitungen sind ausgeschildert. Wie die Stadt mitteilte, gibt es nun aber doch weniger Einschränkungen im Busverkehr als angekündigt.
So wird die Linie 428 trotzdem über Cunersdorf-Sehma geführt. Bis auf die Bushaltestelle Abzweig Dorfstraße, die direkt im Sperrungsgebiet liegt, können alle Haltestellen in Cunersdorf bedient werden.
Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für Schülerverkehr nach Buchholz. Es konnte ein Fahrzeug des Stadtsportbundes organisiert werden, und der Transport der Schüler ist damit auch abgesichert.
