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Anklage gegen Amoktäter von Bischofswerda - Prozess beginnt im August

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Fast ein Jahr nach der Messerattacke und Brandstiftung an einer Grundschule in Bischofswerda muss sich der Beschuldigte schon bald vor Gericht verantworten. Gegen den 17-Jährigen wurde Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jugendlichen unter anderem versuchte Tötungsdelikte sowie gefährliche Körperverletzung und Brandstiftung vor.  Im August soll der Prozess beginnen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Verhandlung führt die Jugendkammer am Landgericht in Bautzen.

Die Pläne für die Tat  sollen am 13. Mai 2023 gereift sein - also gut drei Monate vorher. An jenem Abend soll der Jugendliche bereits eine Gartenlaube „zum Wiesengrund“ in Brand gesetzt haben. Am Morgen des 23. August betrat er dann seine ehemalige Schule mit Molotowcocktails und mit Spiritus gefüllten Spielzeugspritzpistolen. Als er sein Vorhaben auf der Toilette vorbereitete, erwischte ihn ein Drittklässler, auf den er mit einem Messer einstach. Danach setzte er sich selbst in Brand und wurde schwer verletzt im Treppenhaus vom Hausmeister überwältigt.

Sein Motiv für die Tat ist bislang unklar. Er war wegen seiner schweren Verletzungen über Monate nicht vernehmungsfähig.