Annaberger Backwaren lagern wieder „Stollen im Stolln“
Nach der Premiere im letzten Jahr werden erneut Butterstollen im Besucherbergwerk „Im Gößner“ in Annaberg-Buchholz eingelagert. Die Annaberger Backwaren bringen also wieder „Stolln in den Stollen“.
500 Stollen werden diesmal im Besucherbergwerk mindestens vier Wochen bei etwa 8° Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit reifen. Die ersten 250 wurden am heutigen Mittwoch ins Bergwerk getragen.
Ganz so einfach war die Reise jedoch nicht, denn es gibt keinen Aufzug im Besucherbergwerk, so dass Produktionsleiterin Wiebke Augustin und vier starke Mitarbeiter die jeweils 750 g schweren Leckerbissen bis in die erste Sohle über 80 Stufen in ca. 13,5 Meter Tiefe tragen mussten.
Die Stollen im Stolln einzulagern ist eigentlich naheliegend und wird vielerorts schon länger praktiziert. Denn bereits früher lagerte man seinen Stollen im Kellergewölbe kühl und bei hoher Luftfeuchte. Der Stollen kann so durchaus auch länger aufbewahrt werden. „Manche Erzgebirger schneiden sogar noch Stollen zu Ostern an“, so Wiebke Agustin.
Während des Reifeprozesses nehmen die Original Erzgebirgischen Butterstollen Feuchtigkeit auf und verteilen sie in ihrem Inneren. Dadurch werden die Aromen intensiver und das köstliche Gebäck wird veredelt. Eine kleine, aber feine Änderung in der Rezeptur sorgt ebenfalls für besonderen Genuss, denn statt Rum wird der erzgebirgische Kräuterschnaps „Grubenfeuer“ für die „Gößner Stollen“ verwendet.
Ab November gehen die „Stollen aus dem Stolln“ in den Verkauf. Und bereits jetzt gibt es Vorbestellungen, heißt es von den Stollenbäckern.