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Aue mit Personalsorgen vor Sandhausen-Spiel

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Der FC Erzgebirge Aue geht mit Personalsorgen in das Heimspiel am Samstag (Anstoß 13 Uhr) gegen den SV Sandhausen. Neben Philipp Riese, Malcolm Cacutalua und Fabian Kalig (alle langzeitverletzt) fehlen auch Louis Samson (Gelb-Rot-Sperre), Clemens Fandrich, Ben Zolinski und Niklas Jeck (alle in Quarantäne). Fraglich ist zudem der Einsatz von Abwehrchef Sören Gonther, der sich bei der 1:4-Auswärtsniederlage in Darmstadt am rechten Fuß verletzt hatte.

„Glücklicherweise ist nichts Schlimmes passiert. Es sieht so aus, dass Sören möglicherweise spielen kann“, sagte Trainer Dirk Schuster. Gonther ist am Donnerstag genauso wie Florian Ballas nach Adduktorenproblemen wieder in das Training eingestiegen. „Bei unserem Kader ist einiges weggebrochen. Wir hatten in dieser Woche Probleme, überhaupt 15 oder 16 Feldspieler zum Training begrüßen zu dürfen. Es war schwer, gewisse Inhalte umzusetzen“, meinte Schuster.

Der 53-Jährige hofft trotz der angespannten Situation auf einen Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Sandhausen. Dafür benötige sein Team auch etwas mehr Spielglück als zuletzt in Darmstadt, wo die Auer mehrere hochkarätige Chancen vergaben und mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen haderten. „Andreas Brehme hat mal von “Scheiße am Fuß„ gesprochen. Das kann man auch ein bisschen über unsere Situation so sagen“, äußerte Schuster. „Ich möchte aber nicht jammern. Wir sind jetzt gefordert, diese Situation wieder so zu drehen, dass wir das Ergebnis von Darmstadt korrigieren können.“ (dpa)

Unterdessen hat der FC Erzgebirge Aue am Freitag bestätigt staatliche Hilfen in der Corona-Pandemie erhalten zuhaben. Wie mehrere andere Proficlubs haben sich die Veilchen nach dem Infektionsschutzgesetz die Nettogehälter von betroffenen Mitarbeitern bei angeordneter Quarantäne erstatten lassen.

Auch Drittliga-Spitzenreiter Dynamo Dresden bestätigte den Erhalt von finanziellen Teil-Zuschüssen. Der Verein rechne allerdings mit einer langwierigen Prüfung der Vorgänge bis hin zu Rückzahlungen.

Aues Geschäftsführer Michael Voigt verweist darauf, dass Profivereine wie Wirtschaftsunternehmen zu betrachten sind. Die 36 Proficlubs hätten vergangene Saison 1,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben entrichtet. Dazu waren mehr als 52.000 Personen direkt oder indirekt rund um die Bundesliga und 2. Bundesliga beschäftigt, sagte Voigt am Freitag der dpa.

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