- Pavel Dotchev stand als neuer Chefcoach für Aue an der Seitenlinie.
Aue verspielt 3:1: Verrücktes 3:3 in Paderborn
Erzgebirge Aue hat unter dem neuen Trainer Pavel Dotchev einen erlösenden Sieg im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verpasst und eine 3:1-Führung kurz vor dem Abpfiff noch aus der Hand gegeben. Beim SC Paderborn drehten die Sachsen am Freitagabend in einer turbulenten zweiten Halbzeit zunächst einen Rückstand, verspielten dann allerdings binnen weniger Sekunden den sicher geglaubten Sieg. Eine verrückte Partie endete 3:3 (0:1) und bescherten den abstiegsbedrohten Veilchen einen herben Dämpfer.
Vor 3319 Zuschauern trafen Dimitrij Nazarov mit zwei Strafstößen (63./70. Minute) und Ben Zolinski (65.) für beherzt aufspielende Gäste, die nun zumindest vorerst nicht mehr Tabellenletzter sind. Die Paderborner, die Dennis Srbeny (26.) in Führung gebracht hatte, boten über weite Strecken eine schwache Leistung, zeigten aber Moral und retteten dank zweier später Tore von Kemal Ademi (89.) und Marcel Correia (90.) zumindest ein Remis.
Die auf vier Positionen veränderten Gäste, die unter der Woche Sportdirektor Dotchev in Doppelfunktion auch zum Chefcoach ernannt hatten, begannen druckvoll und dominierten die erste Hälfte. Allerdings vergaben sie zu viele Torchancen, zweimal verhinderte die Latte ein Tor. Umso effektiver waren die Paderborner, die ihre erste echte Chance zur Führung nutzten. Srbeny köpfte aus fünf Metern ein, ansonsten ging von den Gastgebern wenig Gefahr aus.
Aue blieb nach dem Rückstand das bessere Team und spielte auch nach der Pause mutig nach vorne. Paderborns Trainer Lukas Kwasniok brachte zur Pause gleich zwei frische Kräfte - doch der Spielverlauf wurde binnen anderthalb Minuten auf den Kopf gestellt. Nazarov per Handelfmeter und Zolinski drehten die Partie, mit einem weiteren Foulelfmeter fünf Minuten später sorgte Nazarov für die vermeintliche Entscheidung. Doch die Gastgeber aus Paderborn kämpften sich zurück und gaben der verrückten Partie mit den Toren des eingewechselten Ademi und von Correia eine erneute Wendung. (dpa)
