Auer Auswärtssieg auf dem Betzenberg
Dank eines gut aufgelegten Sören Bertram hat der FC Erzgebirge Aue den dritten Sieg in der aktuellen Saison der 2. Fußball-Bundesliga eingefahren. Beim 1. FC Kaiserslautern traf der Stürmer (30.,47.) am Dienstagabend gleich doppelt und sorgte vor 16 613 Zuschauern im Alleingang für einen 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg der Sachsen. Die Mannschaft von Trainer Hannes Drews zeigte damit die geforderte Reaktion auf die deutliche 0:3-Klatsche gegen Holstein Kiel am vergangenen Freitag. Gleichzeitig steht bei Kaiserslautern Trainer Norbert Meier nun vor schweren Zeiten.In goldenen Auswärtstrikot zeigten die Auer wieder ihre bekannten Stärken: saubere Zweikampfführung und schnelles Umschalten nach Ballgewinn. Dabei setzte Drews weiter auf das bewerte 5-2-3-System, brachte mit Sebastian Hertner für Philip Riese nur einen neuen auf der Linksverteidiger-Position. Aue griff die Pfälzer erst ab der Mittellinie an, lauerte permanent auf Konter. Die Hausherren ließen jede Gefahr in der Offensive vermissen und waren bei schnellen Kontern anfällig. Nach einem Freistoß der Lauterer schalteten die Gäste schnell, doch Pascal Köpke (12.) vertändelte den Konter mit zu viel Eigensinn.Nach einer knappen halben Stunde machten es die „Veilchen“ dann besser: Einen weiten Flachpass von Calogero Rizzuto (30.) nahm Köpke auf und steckte auf Bertram durch. Der Stürmer verwandelte trocken mit links und brachte die Seinen in Führung. Die eh schon verunsicherten Gäste schienen nun vollständig den Glauben an die eigene Stärke verloren zu haben. In der Halbzeitpause reagierten die Lauterer, brachten zwei offensivere Spieler. Doch es folgte die kalte Dusche für die Hausherren. Wie beim 1:0 war es Köpke, der mit einem einfachen Querpass in den Rücken der Abwehr diese vollkommen aushebelte und so Bertram mühelos seinen zweiten Treffer erzielen konnte. Kaiserslautern versuchte sich aufzubäumen, hatte in Form von Lukas Spalvis (64., 65.) zwei gute Kopfballchancen. Allerdings konnte der Litauer aus etwa fünf Metern Aues Torwart Martin Männel nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Trainer Drews brachte den Defensiven Philip Riese für Doppeltorschütze Bertram und setzte so auf die Defensive. Da der FCK vorne weiter harmlos blieb, lief die Partie ereignislos ihrem Ende entgegen.