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Auer Fehlstart in der 2. Bundesliga perfekt

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Der FC Erzge­birge Aue wartet in der 2. Fußball-Bundes­liga noch auf den ersten Saison­sieg. Das Nachhol­spiel beim 1. FC Heiden­heim verloren die Sachsen mit 1:2 (1:1). Maximi­lian Thiel (22.) und Marcel Titsch-Rivero (81.) trafen am Mittwoch für die Heimmann­schaft, Cebiou Soukou (31.) glich zwischen­zeit­lich aus. Dabei hatten sich die Auer in der Schluss­phase selbst geschwächt. Dennis Kempe (76.) musste nach wieder­holtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Aue hat damit die ersten beiden Ligaspiele verloren, Heiden­heim feierte den ersten Sieg. 

Aues Trainer Thomas Letsch nahm zwei Wechsel vor: Überra­schend stand Dominik Wydra für Chris­tian Tiffert in der Startelf. Dazu ersetzte der körper­lich starke Soukou Mario Kvesic im offen­siven Mittel­feld. 

Beide Teams hatten ihr erstes Ligaspiel am vergan­genen Wochen­ende mit 0:2 verloren und wirkten entspre­chend verun­si­chert. Viele Fouls im Mittel­feld, ungenaue Pässe und kaum spiele­ri­sche Ideen - die Anfangs­phase bot kein Zweit­li­ga­ni­veau. Fast folge­richtig sorgte ein Auer Abwehr­fehler für die Heiden­heimer Führung: Nach einem Konter schätzten Kempe und Sebas­tian Hertner einen hohen Ball falsch ein, so dass Thiel unbedrängt an den Ball kam und traf. Es war die erste und einzige Toran­nä­he­rung der Hausherren im ersten Durch­gang.

Aue steckte nicht auf, wurde vor allem durch Pascal Köpke gefähr­lich. Nach einem schönen Zuspiel von Dimitrij Nazarov war es dann wieder Köpke (30.) der sich im Straf­raum durch­setzte und aufs Tor schoss. Der Ball wäre neben das Tor geflogen, doch Soukou drückte das Leder aus kurzer Distanz hinter die Linie. Nach einem weiteren langen Ball war es kurz vor der Halbzeit erneut Soukou (45.), der frei vorm Heiden­heimer Tor auftauchte. Er schei­terte aller­dings an Heiden­heims Schluss­mann Kevin Müller.

Nach der Pause waren es die Gäste aus Aue, die das Spiel machten. Nazarov (54.) jagte einen wuchtigen Drehschuss über das Tor. Köpke (64.) flog wenig später Zenti­meter an einer Flanke vorbei. Vieles deutete auf ein Unent­schieden hin, doch die Gelb-Rote Karte für Kempe (75.) machte Heiden­heim Mut. Die erste schnelle, schöne Kombi­na­tion führte direkt zur erneuten Führung der Gastgeber: Der einge­wech­selte Titsch-Rivero (81.) wurde muster­gültig frei gespielt und überwand Aue-Schluss­mann Martin Männel. Die Sachsen warfen noch mal alles nach vorne, setzten aber keine Akzente mehr.