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Aufräumarbeiten nach schwerem Unwetter

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Ein schweres Unwetter mit Stark­regen, Blitz und Hagel­schlag hat am Montag­abend die Rettungs­kräfte auf Trab gehalten. Wie uns der Lagedienst­führer der Feuer­wehr sagte, mussten die Kameraden zu rund 100 Einsätzen ausrü­cken.Unwetter wütet beson­ders über der Sächsi­schen SchweizBeson­ders schlimm wütete die Gewit­ter­front in der Sächsi­schen Schweiz. Mehr als 70 Mal musste die Feuer­wehr hier ausrü­cken. Vor allem im Raum Neustadt/Sachsen wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Augen­zeugen berichten von Hagel­kör­nern in der Größe von Tennis­bällen. Durch die große Regen­menge inner­halb kürzester Zeit gingen vieler­orts Schlamm­la­winen ab. Die Kirnitzsch­tal­straße musste zwischen Bad Schandau und Otten­dorf wegen eines Erdrut­sches gesperrt werden. Ebenfalls betroffen ist die Verbin­dungs­straße zwischen der S 159 und Rückers­dorf. Am Diens­tag­vor­mittag sind die Sperrungen wieder aufge­hoben worden, teilte der Verkehrs­warn­dienst der Polizei mit.Schlamm­la­wine auf Bahnstrecke bei SchmilkaDie Bahnstrecke Dresden - Prag musste am Montag­abend gesperrt werden. Bei Schmilka ging eine Schlamm­la­wine ab, Bäume stürzten auf die Bahnstrecke. Etwa 300 bis 400 Meter Gleis müssen beräumt werden, teilte die Bundes­po­lizei mit. Ein Güterzug war am Abend entgleist. Am Vormittag konnte die Lok zurück in die Gleise gehoben und abgeschleppt werden.Seit kurz nach 15.00 Uhr rollt der Fern- und Güter­ver­kehr eingleisig, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Diens­tag­nach­mittag sagte. Am zweiten Gleis werde bis in die Nacht gearbeitet. Der Nahver­kehr bleibt weiter beein­träch­tigt. Von den Auswir­kungen des Unwet­ters mit Gewitter und teils heftigem Stark­regen am Vorabend waren elf Fernver­kehrs­züge betroffen. Laut Bahn wurden sie teils durch Busse ersetzt oder hatten Verspä­tungen.Blitz­ein­schläge verur­sa­chen Dachstuhl­brand und Strom­aus­fallIn Wendisch­bora im Landkreis Meißen traf ein Blitz das Dach eines Fachwerk­hauses. Inner­halb kurzer Zeit stand das alte Gebäude in Flammen. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Feuers auf einer Geburts­tag­feier. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Zu rund 20 Einsätzen musste die Feuer­wehr im Landkreis insge­samt ausrü­cken. In Freiberg schlug der Blitz in ein Haus auf der Walden­burger Straße ein. Es wurden aber nur ein paar Dachziegel beschä­digt. Auch am Neumarkt, neben der Frauen­kirche schlug der Blitz ein ohne Schäden zu verur­sa­chen. In Dresden verkraf­tete ein DREWAG-Trafo im Kraft­werk Mitte die Überspan­nung nicht. In der Altstadt, Übigau, Johann­stadt, Plauen, Fried­rich­stadt fielen kurzzeitig der Strom und auch der Fernseh­emp­fang bei Teleco­lumbus aus.