• Die Bewohnerin und Vorsitzende des Heimbeirats, Marga Kempe, hatte Besuch von der Auszubildenden Lisa Waldau und der vielleicht angehenden Auszubildenden Pauline Hanisch (v.l.). (c) Jan Görner

Ausbildungsmesse in Olbernhau bei den Sozialbetrieben

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Mit sechs voll besetzten Seniorenpflegeheimen, drei Tagespflegeangeboten, zwei Kinder- und Jugendzentren, einem ambulanten Pflegedienst und weiteren Einrichtungen zählt die Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge gGmbH zu den größten Unternehmen der Branche im Erzgebirge. Sie betreuen allein stationär knapp 600 Senioren und Suchtkranke sowie 70 Kinder und Jugendliche. Die Mitarbeiterzahl liegt derzeit bei etwa 560.

Vor allem im Bereich der Pflege suchen die Sozialbetriebe konstant beruflichen Nachwuchs. "Wir hätten gern 20 neue Auszubildende pro Jahr", sagte Katrin Merdes. Sie ist im Unternehmen für die Organisation der Ausbildung verantwortlich und weiß, wie schwer das ist. Genau 38 junge Leute befinden sich derzeit in Ausbildung.

Auf der Suche nach dem neuen ersten Lehrjahr haben die Sozialbetriebe am Samstagnachmittag in das Olbernhauer Seniorenzentrum zur Ausbildungsmesse eingeladen. Die Resonanz war gut. Dutzende junge Leute verschafften sich ein Bild von den Arbeitsbedingungen, die sie hier erwarten.

Pauline Hanisch aus Börnichen hatte sich während eines Projektes am Stöckhardt-Gymnasium für den Pflegeberuf entschieden. "Ich habe gemerkt, dass ich mit den älteren Leuten sehr gut arbeiten kann", sagte die 16-Jährige. Sie war unter den 18 jungen Leuten, die hier am Samstag ein Vorstellungsgespräch hatten. Ihrer Meinung war das sehr gut gelaufen.

Lisa Waldau aus dem dritten Lehrjahr konnte sie in ihrer Entscheidung bestärken. Bei ihr war es eine Herzensentscheidung, wie sie betonte. Dabei hatte sie schon ihr BWL-Studium begonnen. Während der Semesterferien arbeitete sie in einem Seniorenheim und entschied sich noch einmal um. Bis heute hat sie das nicht bereut, zumal die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens sehr gut seien, wie Katrin Merdes versicherte.