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Baustart für Bosch-Chipfabrik in Dresden

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Die Bosch-Gruppe beginnt in Dresden mit den Arbeiten am Rohbau ihrer neuen Chipfabrik. Am Dienstagnachmittag wurde der symbolische erste Spatenstich gefeiert.

Die Bosch-Gruppe steckt nach eigenen Angaben mit rund einer Milliarde Euro die größte Einzelinvestition in ihrer Firmengeschichte in die neue Fabrik. Rund 700 Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Einzug der Maschinen ist für den Herbst 2019 geplant - Ende 2021 soll dann die Chip-Produktion anlaufen.

In der Fabrik sollen Halbleiter - also Chips - für E-Mobilität und das Internet der Dinge entstehen. "Halbleiter sind eine Schlüsseltechnologie für die vernetzte Welt„, erklärt Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Automotive Electronics bei Bosch, zum Baustart. “Kein Auto könnte heute ohne Halbleiter mehr fahren.„

In Dresden kommt dabei eine neue 300-Millimeter-Technologie zum Einsatz. Basis für die Chip-Produktion ist eine Siliziumscheibe, die Wafer genannt wird. Je größer der Wafer-Durchmesser, desto mehr Chips können pro Fertigungsdurchgang hergestellt werden. Bisher waren vor allem kleinere 150- und 200-Millimeter-Wafer etabliert. Die neue 300-Millimeter-Technologie soll die Produktionskapazitäten erhöhen und die Stückkosten senken. 

“Der Standort Dresden bietet uns sehr gute Voraussetzungen„, erklärt Fabrowsky. “Die sächsische Landeshauptstadt ist bekannt für ihr in Europa einmaliges Mikroelektronik-Cluster.„ Dies umfasst Unternehmen der Zulieferer-, Dienstleister- und Anwenderindustrie sowie Universitäten mit entsprechender technologischer Expertise. Auch soll in Dresden mit der “Digital Hub Initiative„ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein Ökosystem für das Internet der Dinge entwickelt werden. Dazu will auch Bosch beitragen. Fabrowsky weiter: “Wir wollen eng mit den lokal ansässigen Halbleiterfirmen und Universitäten kooperieren, um einerseits unser Unternehmen nach vorne zu bringen. Andererseits wollen wir den Standort Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb stärken.„ (red mit dpa)