Bei VW in Zwickau und Chemnitz rollen wieder die Bänder an
Volkswagen in Zwickau fährt ab dem heutigen Donnerstag die Fahrzeugfertigung wieder hoch – als erster deutscher VW-Standort. Vom Band rollt zunächst das Elektroauto ID.3. Rund 1.500 Mitarbeiter nehmen die Produktion auf. In Chemnitz wird ebenfalls ab heute die erste Schicht Motoren zusammenbauen. Am kommenden Montag beginnt in Zwickau wieder die Golf-Variant-Fertigung und in Dresden die e-Golf-Produktion.
VW-Sachsen-Technikchef Reinhard de Vries versicherte, Gesundheit gehe vor Stückzahl. Deshalb sei zwischen Unternehmen und Betriebsrat ein umfassender Maßnahmenkatalog zum Schutz vor dem Virus vereinbart worden. „Dieser umfasst unter anderem konkrete Abstands- und Hygieneregeln, Pflicht zu Mund- und Nasenschutz in Bereichen, wo Abstände von 1,5 Meter nicht möglich sind, kürzere Reinigungsintervalle, Entkoppelungen von Schichten, um Kontakte zu vermeiden sowie die Aufforderung zur eigenverantwortlichen Temperaturmessung vor der täglichen Arbeitsaufnahme.“
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte, mit fast 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in über 800 Unternehmen sei die Automobilindustrie eine der bedeutendsten Branchen der gewerblichen Wirtschaft im Freistaat. „Das Signal von VW, die Produktion nun wieder hochzufahren, wirkt sich positiv auf den gesamten Arbeitsmarkt im Freistaat an, da nun auch viele Zulieferer wieder ihre Produktionen hochfahren und ihre Produkte verkaufen können.“