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Beschwerden über „Katzendreck“-Gestank sind gesunken

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Die Zahl der Beschwerden über den "Katzendreck"-Gestank im Erzgebirge ist 2017 gesunken. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Umweltministeriums auf Anfrage vom CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß hervor. Demnach gab es vergangenes Jahr 310 Beschwerden, das waren gut 80 weniger als im Jahr zuvor - der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Die Ursache für den "Katzendreck"-Gestank konnte von Wissenschaftlern bislang nicht geklärt werden. Auch die Beteiligung der Ärzteschaft an wissenschaftlichen Untersuchungen sei gering gewesen, hieß es vom Ministerium. Von 491 angefragten Arztpraxen hätten lediglich sechs Interesse bekundet. Nur drei Fragebögen seien ausgefüllt worden. "Die wissenschaftlich verfügbaren Instrumente zur Geruchsquellenidentifikation und möglicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind ausgeschöpft", heißt es in dem Schreiben. Die gleiche Ansicht vertrete auch das Bundesumweltministerium, sagte Krauß. Er hatte mit der zuständigen Staatssekretärin das Gespräch gesucht. "Leider bleibt nur festzustellen, dass die Wissenschaftler mit ihrem Latein am Ende sind", so Krauß.

Der Katzendreck-Gestank steht im Verdacht, Augenreizungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme auszulösen.