++ EIL ++

Blasmusikfestival Aue-Bad Schlema erneut verschoben

Zuletzt aktualisiert:

Blasmusikfans müssen sich ein weiteres Jahr gedulden. Das Europäische Blasmusikfestival sollte ursprünglich zusammen mit dem Internationalen Musikfest im September 2020 stattfinden, war wegen Corona schon ein Jahr verschoben worden, jetzt wird der September nächstes Jahr anvisiert. Das hat der Vorstand des Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema beschlossen.

Man könne derzeit nicht abschätzen, wie die Situation im September sein werde, und die Corona-Pandemie lasse aus jetziger Sicht nicht zu, dass 4.000 Menschen und 800 Musiker aus ganz Europa gemeinsam in einem Festzelt feiern könnten. Aber gerade das mache das Flair des Festivals aus, so Präsident Thomas Schaumberger. Neuer Termin ist jetzt der 16.09. bis 18.09.2022.

Dazu kommen weitere Unsicherheiten: Alle Teilnehmer könnten sich derzeit gar nicht auf die vier Auftritte, das Gemeinschaftskonzert und die zwei Festumzüge vorbereiten, weil Orchester europaweit noch nicht wieder proben dürfen bzw. gemeinsames Musizieren erst in den nächsten Wochen wieder erlaubt sein wird. 

Außerdem sei noch unklar, ob und wie die Musiker überhaupt nach Aue-Bad Schlema kommen. „Die Einreisebestimmungen ändern sich derzeit zwar zum Positiven. Aber uns fehlt dann auch der Planungsvorlauf, den wir nicht nur für Flug-, Bus- oder Hotelbuchungen benötigen, sondern für die gesamte Organisation“, sagt Anke Dolling, die Eventmanagerin des Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema. 

Auch wirtschaftlich lässt sich das Festival nicht durchführen. Der Verein ist auf Fördermittel und Unterstützung von Firmen aus der Region angewiesen. „Wir nehmen Rücksicht auf unsere treuen und jahrelangen Sponsoren, die wir in dieser schweren Zeit nicht zusätzlich belasten möchten“, bittet Thomas Schaumberger die Blasmusikfans um Verständnis für die Verschiebung. Bisher gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Die geplanten Teilnehmer des Festivals werden dieses Jahr im September aber trotzdem zeigen, dass Musik keine Grenzen kennt. Gemeinsam werden sie die Europahymne erklingen lassen, wenn auch nur virtuell. „Zu unserem Gemeinschaftskonzert bei der offiziellen Eröffnung des Festivals spielen jedes Jahr 700 Musiker gemeinsam. Der Titel “Freude schöner Götterfunken„ gehört da fest ins Repertoire. Das Video wird so zusammengeschnitten, dass die Orchester trotz Entfernung gemeinsam musizieren werden“, freut sich Mario Unger-Reißmann, der Medienbeauftragte des Bergmannsblasorchesters auf die kleine Entschädigung für das verschobene Festival. 

Weitere Infos hier.