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Bombendrohungen gegen Bautzener Schule und Brauereien in der Oberlausitz

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Mehrere Bombendrohungen haben am Mittwoch für größere Polizeieinsätze in der Oberlausitz gesorgt. Gegen die Lindenschule in Bautzen und eine Brauerei in Ostsachsen wurden am Morgen Drohungen verübt, teilte die Polizei mit. Die Förderschule im Stadtteil Gesundbrunnen wurde daraufhin evakuiert. Etwa 100 Schüler und Lehrer wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Sie kamen im Hort oder der Turnhalle des Sorbischen Schulzentrums unter. Eltern konnten ihre Kinder dort abholen.

Streifen rückten unter anderem zu Brauereien in Görlitz, Löbau, Eibau und Radeberg aus. Im Polizeirevier Zittau-Oberland war ein Drohanruf eingegangen. Der Anrufer meldete sich nach unseren Informationen mit einer computergenerierten Stimme und kündigte einen Bombenanschlag an. Zunächst war unklar, gegen welche Brauerei sich die Drohung genau richtet, deshalb wurden mehrere Unternehmen im Bereich der Polizeidirektion durchsucht und teilweise geräumt.  

Am Mittag konnten die Beamten dann Entwarnung geben. Die betroffene Schule wurde mit drei Sprengstoffspürhunden durchsucht. Nichts Verdächtiges wurde entdeckt. Das Objekt konnte anschließend wieder freigegeben werden.  

Aktuell sehen die Ermittler keinen Zusammenhang zwischen den beiden Drohungen. Sie würden sich insbesondere in der Herangehensweise unterscheiden, sagte uns Polizeisprecher Marcel Malchow. Während die Förderschule eine E-Mail erhielt, ging im Polizeirevier in Zittau ein anonymer Anruf ein. Auch wurden der Polizei bundesweit weitere Drohungen gegen Brauereien gemeldet. In Aue-Bad Schlema musste ebenfalls ein Gymnasium nach einer Bombendrohung geräumt werden.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.