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Brandbombe in Bautzen gesprengt

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Entwarnung in Bautzen. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist um 10 Uhr kontrolliert gesprengt worden. Es gab einen  kurzen, dumpfen Knall. Verletzt wurde niemand.  Gebäude wurde nicht beschädigt. "Es gab keine besonderen Vorkommnisse", sagte uns Polizeisprecher Thomas Knaup. In Kürze soll der Sperrkreis aufgehoben werden. Die Bewohner können dann wieder in ihre Häuser zurück. Sechs Gebäude um den Fundort der Bombe an der Paul-Neck-Straße waren evakuiert worden. 21 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Ein Baggerführer hatte gestern Nachmittag den Blindgänger zutage gefördert. Es handelte sich um eine deutsche Brandbombe. Sie hatte einen russischen Zünder. Eine Entschärfung oder ein Abtransport wäre zu gefährlich gewesen. Deshalb entschied sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst für die kontrollierte Sprengung. Zuvor wurde ein Loch ausgehoben, die Bombe dort versenkt, mit Erde bedeckt und dann mit einer Extra-Treibladung gezündet.

In den vergangenen Jahren wurden in Bautzen immer wieder explosive Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Es handelte sich aber meist um Granaten. Im Juli 2005 stieß ein Baggerfahrer vor dem Schiller-Gymnasium auf eine Phosphorbombe. Der Blindgänger konnte auch nicht an Ort und Stelle entschärft werden. Er wurde damals kontrolliert abgebrannt.In den letzten Kriegstagen tobte eine erbitterte Schlacht in und um Bautzen. Teile der Stadt wurden zerstört - auch aus der Luft.