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Brühl-Anwohner wehren sich gegen Naziladen

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Gegen den neuen rechten Modeladen am Brühl in Chemnitz regt sich Wider­stand. Gewer­be­trei­bende, Nachbarn und Politiker wollen sich heute Abend treffen und beraten, was gegen den Laden der Modemarke Thor Steinar unter­nommen werden kann. Auch die Stadt schickt einen Vertreter. Weil das Geschäft den Namen Brevik trägt, sorgt es inzwi­schen auch in Norwegen für Diskus­sionen. Angeb­lich ist damit eine Klein­stadt gemeint - viele erinnert er aber an den Atten­täter Anders Breivik. Der Massen­mörder tötete im Sommer 2011 bei einem Amoklauf im Jugend­camp der sozial­de­mo­kra­ti­schen Partei in Norwegen 77 Menschen. Die Stadt Chemnitz unter­stützt den Protest gegen das Geschäft. Die Namens­ge­bung sei ein Problem, die Assozia­tion völlig inakzep­tabel, teilte Sprecherin Katja Uhlemann mit. Der Protest soll nun auch Thor Steinar dazu drängen, den Laden aufzu­geben. In Hamburg gelang das bereits 2008 mit der ersten Brevik-Filiale. Mehr als zehn Thor-Steinar-Geschäfte gibt es derzeit in der Bundes­re­pu­blik, die meisten in Ostdeutsch­land und mit einem Namen norwe­gi­scher Ortschaften. Thor Steinar schmückt sich auch gern mit norwe­gi­schen Flaggen. Die Regie­rung in Oslo äußerte sich immer wieder besorgt darüber.