• Am ehemalige Vestas-Standort sollen künftig Hightec-Batteriesysteme hergestellt werden

Chinesischer Batteriehersteller ankert in Lauchhammer

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Ein Großinvestor ankert in der Lausitz. Das chinesische Hightec-Unternehmen „Svolt“ übernimmt den ehemaligen Vestas-Standort in Lauchhammer. Der weltweit tätige Batterieproduzent stellte heute seine Pläne vor. Die Entscheidung sei für Lauchhammer gefallen, weil der Standort optimale Bedingungen für Elektromobilität biete, sagte uns „Svolt“-Europachef Kai-Uwe Wollenhaupt. "Außerdem wird gerade in Brandenburg eine Infrastruktur für Batteriezellen aufgebaut. Davon wollen wir ein Teil werden."

Derzeit erarbeitet „Svolt“ ein Masterplan für Umbau und Erweiterung des Geländes, auf dem in den vergangenen 20 Jahren Rotoren für Windkraftanlagen hergestellt wurden. Wie viele der fast 500 Vestas-Beschäftigten übernommen werden, dazu machte der Investor noch keine Angaben - ebenso zu Produktionsstart und zur Investitionssumme.  Das Projekt befinde sich in einer frühen Phase, so Wollenhaupt. Eine Übernahme von ehemaligen Vestas-Mitarbeitern sei denkbar. Das Werk könnte einmal eine Kapazität von rund 1.000 Arbeitsplätzen haben und die Produktion 2025 beginnen. Das hänge aber von der eingesetzten Technologie ab.

  "Svolt" stellt Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeichersysteme her. Der Hauptsitz befindet sich in der Provinz Jiangsu in China. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 12.000 Mitarbeiter, davon 3.000 im Bereich Forschung und Entwicklung. In Deutschland befindet sich ein zweites Unternehmen, das in Saarlouis eine ähnlich gelagerte Produktion aufnehmen wird. In Brandenburg gibt es bereits seit 2021 eine Kooperation mit der BASF Schwarzheide. (pa mit dpa)

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Kai-Uwe Wollenhaupt, Europachef von "Svolt"

Mirko Buhr, Bürgermeister von Lauchhammer