Corona-Lage im ERZ: Landrat Vogel vorsichtig optimistisch

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Autor: mit dpa

Nachdem der Erzgebirgskreis zeitweise zu den bundesweiten Corona-Hotspots zählte, sieht Landrat Frank Vogel (CDU) in den vergangenen Wochen eine positive Entwicklung. «Wir sind auf einem guten Weg, aber der Weg zur Normalität ist noch weit».

Derzeit würden im Schnitt rund 200 Neuinfektionen täglich gemeldet, sagte Vogel am späten Donnerstagnachmittag bei der Pressekonferenz im Landratsamt. Es war die erste im neuen Jahr.

Die 7-Tage-Inzidenz ist immer noch sehr hoch: Zuletzt gab es etwas weniger als 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Politisches Ziel in Deutschland sind Inzidenz-Werte unter 50. Sorgen bereite, dass die Zahl der Covid-Patienten mit schweren Verläufen in den Kliniken nahezu unverändert sei, betonten Vogel und auch Gesundheitsamtschef Frank Reißmann.

Das heißt, die Lage in den Krankenhäusern im Erzgebirgskreis entspannt sich nur teilweise. Die Zahl der Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, geht leicht zurück. Aktuell sind es rund 190, vor einer Woche waren es noch 70 mehr.

Allerdings sei das kein Grund zur Entwarnung, so Reißmann. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen bleibe mit 43 auf dem gleichen Niveau wie seit Wochen. Teilweise bleiben Erkrankte bis zu sechs Wochen auf der ITS, so Reißmann.

Reißmann appellierte auch nochmal an die Erzgebirger die Gefährlichkeit des Coronavirus ernst zu nehmen. Der jüngste Verstorbene sei erst 43 Jahre alt gewesen.

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Landrat Frank Vogel

Frank Reißmann, Leiter Gesundheitsamt Erzgebirgskreis