Diese Corona-Regeln gelten in Sachsen

In Sachsen gilt vom 22. November bis 12. Dezember eine Corona-Notfallverordnung. Landkreise und Kreisfreie Städte können aber über diese Verordnung hinausgehende, schärfere Regelungen erlassen. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr sind von der 2G- Regel (geimpft oder genesen) nicht betroffen.

KONTAKTE: Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres zählen nicht mit.

ALKOHOL: Auf öffentlichen Plätzen gilt ein Verbot für den Ausschank und Konsum von Alkohol. Die Kommunen müssen diese Plätze selbst benennen.

HOTSPOT-REGELUNG: Bei Überschreiten der Wocheninzidenz von mehr als 1000 gilt im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt ab dem Folgetag eine Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte von 22.00 bis 6.00 Uhr. Bei einem triftigen Grund sind Ausnahmen möglich. Das gilt etwa beim Besuch von Ehe- und Lebenspartnern, von hilfsbedürftigen Menschen oder Kranken, auch für Fahrten von Feuerwehren oder Rettungskräften.

WEIHNACHTSMÄRKTE: Sie sind wie auch alle anderen Großveranstaltungen und Feste nicht gestattet. Das trifft auch auf Messen zu.

EINZELHANDEL: Hier gilt 2G. Ausgenommen sind Supermärkte, Geschäfte für Tierbedarf, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Getränkemärkte, Orthopädieschuhtechniker, Optiker, Hörgeräteakustiker, Babyfachmärkte, Zeitungsverkauf, Tankstellen und der Großhandel. Sie dürfen von 6.00 bis 20.00 Uhr öffnen. Je nach Verkaufsfläche bekommt nur eine bestimmte Zahl von Kunden Zutritt. Click-and-collect (Online-Bestellung mit Abholung) ist zulässig.

KÖRPERNAHE DIENSTLEISTUNGEN: Friseure dürfen mit der 2G-Regel öffnen. Sonst sind nur medizinisch notwendige Behandlungen möglich. Bäder, Solarien und Saunen bleiben geschlossen - es sei denn, sie dienen zu medizinischen Zwecken. Der Schwimmunterricht für Schüler bleibt.

GASTGEWERBE: Gaststätten und Imbisse dürfen nur zwischen 6.00 und 20.00 Uhr öffnen. Es gilt 2G. Kantinen und Mensen bleiben offen. Lieferangebote sind gestattet, auch die Bewirtung von Gästen in Hotels. Diese dürfen genau wie Pensionen oder Ferienwohnungen aber keine Touristen aufnehmen, sondern nur Dienstreisende. Die Gäste brauchen einen 3G-Nachweis, dazu kommt die Kontakterfassung. Campingplätze bleiben dicht. Touristische Bus und Bahnfahrten sind untersagt.

FREIZEIT UND KULTUR: Alle Freizeit- und Kultureinrichtungen bleiben zu: Theater, Opernhäuser, Museen, Diskotheken, Clubs und Bars sowie Spielhallen und Wettbüros. Nur Bibliotheken sowie die Außenbereiche von Tierparks dürfen offen bleiben. Ein 3G-Nachweis ist erforderlich. Laienchöre und Amateurschauspieler dürfen nicht mehr proben. Ebenso fallen Kunst-, Musik- und Tanzschulen sowie Volkshochschulen und Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen unter das Öffnungsverbot. Ausnahmen sind möglich, so für Kinder unter 16 Jahren.

SPORT: Profisport ist gestattet - allerdings ohne Zuschauer. Die Sportler müssen einen 3G-Nachweis haben. Der Amateur- beziehungsweise Breitensport ist untersagt. Eine Ausnahme gibt es nur für Kinder und Jugendliche bis 16. Trainer müssen über einen 3G-Status verfügen. Dienstsport ist möglich. Fitnessstudios bleiben geschlossen.

KIRCHEN UND VERSAMMLUNGEN: Kirchen und Religionsgemeinschaften dürfen unter der Maßgabe von 3G zusammenkommen. Das trifft auch auf Versammlungen zu. Hier bleibt die Teilnehmerzahl auf maximal zehn Teilnehmer beschränkt. Nur stationäre Versammlungen sind erlaubt.

MASKENPFLICHT: Im öffentlichen Nahverkehr und Taxis muss eine FFP2- Maske getragen tragen. Medizinische Masken sind nur Schülern erlaubt - und Kontrolleuren. Auch beim Einkauf werden OP-Masken akzeptiert.

ARBEITSPLATZ: Zugang zu einem Betrieb sollen Beschäftigte nur dann erhalten, wenn sie geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. Genesene und Geimpfte müssen das mit einem entsprechenden Dokument belegen. Ein Schnelltest gilt 24 Stunden, ein PCR-Test 48 Stunden. Die Arbeitgeber haben das zu kontrollieren. Die 3G-Regelung für den Arbeitsplatz sowie die Homeoffice-Pflicht werden vom Bund geregelt (gilt ab 24.11.21).

PFLEGEHEIME: Für Beschäftigte in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen gilt ab Montag eine tägliche Testpflicht auch für Genesene und Geimpfte sowie für Besucher.

Hier geht's zur Corona-Notfallverordnung mit den ausführlichen Regelungen.

Informationen zu 3G am Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz gilt seit dem 24. November 3G - Zutritt also nur noch für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Wie ist Arbeitsplatz definiert?

Die 3G-Regel gilt nicht nur für das Büro, sondern auch für Orte im Freien auf dem Betriebsgelände. Auch Baustellen gelten als Arbeitsstätte, ebenso wie Lagerräume, Kantinen oder Unterkünfte. Das Homeoffice nicht, ebenso nicht der Arbeitsplatz im Auto.

Darf der Arbeitgeber meinen Impfstatus überprüfen?

Ja, und dokumentieren. Das bedeutet: Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, wahrheitsgemäß ihren Status offen zu legen. Wer ihn verschweigt, muss täglich einen Test vorlegen.

Wie wird kontrolliert?

Der Arbeitgeber muss die 3G-Regeln täglich kontrollieren. Nicht geimpfte oder genesene Personen müssen bereits am Eingang einen Testnachweis vorlegen. Ausnahmen gelten nur, wenn unmittelbar vor Ort ein Test gemacht oder ein Impfangebot wahrgenommen wird. ­Der Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests sind 48 Stunden gültig. Ein Selbsttest genügt laut Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig nicht, er sagt: "Testen bedeutet, in ein Testzentrum zu gehen.“ Geimpfte oder Genesene müssen nicht jeden Tag überprüft werden, wenn der Arbeitgeber den Nachweis einmal kontrolliert und dokumentiert hat.

Wie lange muss der Arbeitgeber die Dokumentation aufheben?

Sechs Monate. Dafür reicht es laut Bundesarbeitsministerium, am jeweiligen Kontrolltag den Vor- und Zunamen der Beschäftigten auf einer Liste abzuhaken.

Wer bezahlt die Tests?

Den Test, der im Unternehmen durchgeführt wird, zahlt der Arbeitgeber. Alle weiteren Testungen muss der Arbeitnehmer selbst bezahlen. Der sogenannte Bürgertest kann mindestens einmal die Woche kostenfrei in Testzentren gemacht werden.

Welche Konsequenzen gibt es bei Verstößen gegen die 3G-Regel?

Ungeimpften droht nicht nur Lohnausfall, wenn sie keinen gültigen Corona-Test nachweisen und dadurch nicht an ihren Arbeitsplatz gelangen können. Im Wiederholungsfall könnte sogar die Kündigung erfolgen.