++ EIL ++

Das war der Chemnitzer Demo-Samstag im Live-Ticker

Zuletzt aktualisiert:

Mehrere Kundgebungen wurden am Samstag in Chemnitz abgehalten. Anlass war, dass vor knapp einer Woche ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke in Chemnitz getötet und zwei weitere verletzt wurden. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft. Wir berichteten hier aktuell vom Demo-Geschehen.

Update 21:40 Uhr - und Ende

Der Rettungsdienst musste zu 17 Einsätzen ausrücken, meldet die Stadt Chemnitz. Elf Personen kamen ins Krankenhaus. In einer Mitteilung nennt die Stadt die Teilnehmerzahlen aus ihrer Sicht: Rund 4.000 Menschen beteiligten sich bei "Herz statt Hetze" und 4.500 bei AfD und "Pro Chemnitz". Reporter schätzen die Teilnehmerzahlen bei der AfD deutlich höher ein.

Update 20:52 Uhr

Die Versammlung "Frieden wahren - Demokratie verteidigen" am Johannisplatz ist jetzt beendet. Damit sind alle großen Versammlungen des heutigen Tages in Chemnitz zu Ende. Kurz vorher hatte die Polizei noch an die abreisenden Teilnehmer per Twitter appelliert: "Der überwiegende Teil verhält sich friedlich. An die aber, die Gewalt suchen: wir sind weiterhin mit starken Kräften im Stadtgebiet präsent und erneuern unsere Aufforderung: Bleibt friedlich!" Anlass war, dass es gegen 20:30 Uhr "zwischen Kleingruppen von Störern beider politischen Lager Angriffe im Bereich Carolastraße in Bahnhofsnähe gab", so die Polizei. "Kräfte der Bundespolizei sind dort im Einsatz." Die Wasserwerfer wurden neu positioniert.

Update 20:42 Uhr

Einige der Versammlungsteilnehmer (etwa 300) sind nicht gegangen, weil sie nochmal zur Gedenkstätte des Getöteten wollen. Das habe die Polizei unter Auflagen genehmigt, berichtet unser Reporter. "Die Personen müssen einzeln gehen und dürfen sich nicht versammeln. Sonst werden Maßnahmen eingeleitet."

Update 20:16 Uhr

Am Nischel ist Ruhe eingekehrt, unser Reporter berichtet, dass die Demo-Teilnehmer nach Hause gehen. 

Update 19:45 Uhr

Die Polizei hat die Lage noch unter Kontrolle, aber die Stimmung wird mit einsetzender Dunkelheit gereizter. Die Polizei geleitet Demoteilnehmer zum Bahnhof. Viele Demonstranten hören aber nicht auf die Polizeianweisungen, am Nischel fährt Verstärkung vor. In die "Wir-sind-das-Volk"-Rufe mischen sich rechte Parolen: "Frei, sozial und national" wird skandiert.

Update 19:25 Uhr

Die Polizei hat angewiesen, dass der gestoppte AfD-Schweigemarsch am Nischel aufgelöst werden muss - Zeit überschritten. AfD-Mann Höcke laut Tag24: "Der Rechtsstaat hat heute vor Linksextremisten kapituliert." Er dankt den Teilnehmern für ihre Disziplin. Wütende "Wir sind das Volk!"- und "Lügenpresse"-Rufe.

Update 19:20 Uhr

Auf der Bahnhofstraße gibt es Rangeleien Autonomer mit der Polizei, meldet unser Reporter. Einige haben Absperrungen durchbrochen. Der Schweigemarsch von AfD, Pegida und Pro Chemnitz ist am Nischel zum Stehen gekommen, darf erst weiter, wenn die Polizei die Autonomen im Griff hat.  

Update 19:01 Uhr

Auf der Straße der Nationen am Roten Turm hatte sich gegen 18:50 Uhr die Lage zugespitzt. Autonome versuchten dort, die Polizeisperre zu durchbrechen. Gegenüber haben sich Wasserwerfer in Stellung gebracht. Minuten später hatte die Polizei die Aktion abgewehrt.

Update 18:40 Uhr

Update 18:35 Uhr

Tausende Pegida-, AfD- und Pro-Chemnitz-Anhänger ziehen durch die Stadt. Es ist ein Schweigemarsch, bestätigt unser Reporter. Es sollen nach städtischen Angaben etwa 6.000 Menschen sein.

Update 18:18 Uhr

Die Lage nach einem Antifa-Durchbruch hat sich wieder beruhigt, es gab einzelne Festnahmen. Vor dem Cortina-Restaurant auf der Straße der Nationen hatte die Polizei die Antifa eingekesselt. Zuvor waren einige Autonome über die Straße der Nationen im Bereich Stadthallenpark zum Johannisplatz gerannt.

Update 17:58 Uhr

An der Theaterstraße/ Hartmannstraße/ Brückenstraße sind Wasserwerfer und Panzerwagen aufgefahren, ein Hubschrauber kreist.

Update 17:50 Uhr

Der Protestzug von AfD und "Pro Chemnitz" hat begonnen. Ziel ist das Marx-Monument. In erster Reihe auch Thüringer AfD-Landeschef Höcke. Gegendemonstranten blockieren die Strecke. Die Polizei setzt Helme auf, Reiter sind im Einsatz.

Update 17:27 Uhr

Die Polizei twittert, dass alles friedlich ist.

Update 17:26 Uhr

"Bild online": "Gegendemonstranten haben den Rechten den Weg verbaut, so dass es jetzt fraglich ist, wie und wo AfD und "Pro Chemnitz" marschieren werden."

Upate 17:06 Uhr

Die Demo von Pro Chemnitz hat sich mit der AfD-Demo vereinigt. Wie viele tausend Leute das sind, kann unser Reporter vor Ort noch nicht abschätzen.

Update 16:43 Uhr

Tag 24 berichtet: "Ein 'Pro Chemnitz'-Redner beschwert sich über den Routenverlauf und forderte die Teilnehmer auf, die Versammlung aufzulösen, um entgegen den Behördenbestimmungen zu laufen. Die AfD- und Pro Chemnitz-Demo wurden von der Stadt getrennt geplant. Die Kundgebung löst sich auf, Polizei setzt sich in Bewegung. Die Teilnehmer marschieren jetzt Richtung Theaterstraße - bislang friedlich. Mehrmals wurde betont, dass man 'Gewalt nicht brauche'."

Update 16:13 Uhr

Die Pro Chemnitz-Demo beginnt. Unser Reporter berichtet, dass mehrere Tausend Menschen gekommen sind. Die Brückenstraße ist abgeriegelt. Ein Redner sagte, OB Barbara Ludwig solle zurücktreten. Sie habe es nicht für nötig gehalten, das Stadtfest nach der Messerattacke abzubrechen. "Merkel muss weg"-Rufe und "Wir sind das Volk!"

Update 15:20 Uhr

Die ersten Demonstranten, die zu Pro Chemnitz gehören, versammeln sich am Nischel. Polizeiwagen sind vorgefahren.

Update 15:10 Uhr

Vor der Johanniskirche versammeln sich die Teilnehmer von "Herz statt Hetze". Es strömen Tausende herbei.

Update 14:20 Uhr

Etwa 60 Menschen zogen für ein friedliches Miteinander durch die Stadt. Nach Diskussionen, Reden und Musik am Roten Turm setzte sich der Zug in Bewegung. Die Route durch die Stadt führte auch unweit des Tatorts vorbei, wo es vor knapp einer Woche zu der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen gekommen war.

„Herz statt Hetze“-Demo beginnt 15 Uhr, 16 Uhr startet die Pro Chemnitz-Kundgebung, danach wollen AfD und Pegida demonstrieren

Der DGB Südwestsachsen ruft mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der Oberbürgermeisterin und den Parteien sowie Vertretern der Wirtschaft für 15:00 Uhr zu einer Kundgebung auf den Parkplatz an der Johanniskirche unter dem Motto "Herz statt Hetze"auf. Für 16 Uhr hat Pro Chemnitz zu einer eigenen Kundgebung aufgerufen. Im Anschluss ist eine gemeinsame Demonstration von AfD und Pegida geplant. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, sie geht von einer Gesamtteilnehmerzahl im unteren fünfstelligen Bereich bis zum Abend aus.