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    Symbolbild: (c) dpa

  • Kontrollbereich rund um die Demo

    Kontrollbereich rund um die Demo - Grafik: (c) Polizei Leipzig

Demo in Leipzig – Polizei für Großeinsatz gerüstet

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Die Polizei hat sich für einen Großeinsatz am Samstag in Leipzig gerüstet. Neben verschiedenen Kundgebungen findet am Samstagnachmittag eine größere Demo statt. Hintergrund ist die bevorstehende Verhandlung über das Verbot der Internetseite „Linksunten.indymedia“. Für die Demo gegen das Verbot war im Vorfeld bundesweit von Netzaktivisten ebenso wie linksradikalen Gruppierungen mobilisiert worden. Laut Polizeipräsident Torsten Schultze werden deutlich mehr als die 500 angemeldeten Teilnehmer erwartet. Er gehe davon aus, dass es friedlich bleibt. Die Polizei wolle deeskalierend wirken aber auch konsequent gegen Störer vorgehen, so Schultze.

Verkehrseinschränkungen

Der Aufzug beginnt gegen 16:30 Uhr vor dem Bundesverwaltungsgericht, von dort geht es über die Karl-Liebknecht-Straße zur Herderstraße in Connewitz. Die Polizei bittet Autofahrer darum, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Bis 21 Uhr kann es rund um die Demo zu Verkehrseinschränkungen kommen. Am Ziel der Demo, in der Herderstraße, hat das Ordnungsamt Halteverbote eingerichtet. Wenn tatsächlich deutlich mehr als die 500 angemeldeten Teilnehmer kommen, müsse laut Ordnungsamtsleiter Helmut Loris auch die Harkortstraße gesperrt werden. Der Straßenbahnverkehr durch die Karl-Liebknecht-Straße wird umgeleitet.

Kontrollbereich an der Demo-Route

Rund um die Demo soll es Kontrollen geben, so Polizeipräsident Torsten Schultze. Dafür gilt von Freitag 22 Uhr bis Sonntag 6 Uhr ein Kontrollbereich (siehe Grafik). In dem kann die Polizei bei Verdacht Personen durchsuchen und ihre Daten feststellen.

Laut Polizeipräsident Torsten Schultze, werden mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz sein. Die Sächsische Polizei wird dabei von der Bundespolizei und Einsatzkräften aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen und Thüringen unterstützt. Rund um die Demo sei außerdem ein Helikopter im Einsatz. Für den Ernstfall sollen auch Wasserwerfer vor Ort sein. Das Ordnungsamt wird laut Amtsleiter Helmut Loris mit 30 Mitarbeitern vor Ort sein.