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Deutsche Bahn legt Pläne für Erzgebirgstunnel vor

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Für den Bau der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Prag mit einem Erzgebirgstunnel fiel am Dienstag der Startschuss für ein Raumordnungsverfahren. Die Deutsche Bahn will jetzt alle nötigen Unterlagen bei der Landesdirektion Sachsen einreichen.

Von Dresden nach Prag sollen Schnellzüge rund eine Stunde brauchen. Das Raumordnungsverfahren entscheidet darüber, wie die Strecke außerhalb vom Elbtal ungefähr verlaufen soll. Nach eigenen Angaben will die Deutsche Bahn sieben mögliche Trassenvorschläge bei der Landesdirektion vorbringen, drei Varianten sind in weiten Streckenteilen untertunnelt. Die Neubaustrecke soll auf rund 40 Kilometern von Heidenau und Usti nad Labem verlaufen.

Darin inbegriffen ist ein 30 Kilometer langer Tunnel unter dem Erzgebirge. Neun Kommunen wären direkt betroffen: Altenberg, Dresden, Heidenau, Pirna, Bad Gottleuba-Berggießhübel, Liebstadt, Dohna und die Gemeinden Dohma und Bahretal. Sie sollen laut Landesdirektion Anfang Januar Unterlagen bekommen. Nach Planungsprognosen wird der endgültige Verlauf in fünf Jahren feststehen. Das Bauprojekt könnte voraussichtlich erst 2030 beginnen.