Die Köhlerei im Erzgebirge: Lebendige Tradition
Die Köhlerei im Erzgebirge ist wohl so alt wie der Bergbau in der Region. Um die Metalle aus dem Gestein zu bekommen, war Holzkohle unverzichtbar und so hat das Köhlerhandwerk seine Spuren hinterlassen vom Köhlerdorf Sosa bis zu Köhlerhütte in Waschleithe wird die Tradition der Holzkohlemeiler bis heute gepflegt.
An der Köhlerhütte in Waschleithe schwelt alle zwei Jahre ein Meiler. Dafür wird als erstes ein sogenanntes Quandel aufgebaut. Ein Feuerschacht in der Mitte des Meilers, das später das Anzünden ermöglicht. Darum wird dann Buchholz geschichtet. Anschließend wird alles mit Reisig und zum Schluss luftdicht mit Köhlererde abgedeckt.
Ist der Meiler entzündet, wird er rund um die Uhr bewacht. Mit dem Verdunsten des Wassers können immer wieder kleine Teile des Meilers einbrechen. Mit der Luft würde Feuer entstehen und aus dem Holz würde keine Holzkohle, sondern Asche. Deshalb müssen die Löcher schnell verschlossen werden.
Nach etwa acht Tagen ist das Holz zu Kohle verschwelt. Dann wird der Meiler aufgebrochen, die Kohle in Strecken ausgelegt und abgelöscht. Die Technik ist noch die gleiche wie zu Beginn des Bergbaus bei uns im Erzgebirge.
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


