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Drittes Polizei-Fahndungszentrum an Sachsens Süd-Grenze

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Autoschieber, Schlepper, Schmuggler: Sachsen und der Bund nehmen nun auch Kriminelle in der Region Chemnitz und im Westerzgebirge ins Visier. Von Stollberg aus kontrollieren Beamte der Landes- und der Bundespolizei das Gebiet bis zur tschechischen Grenze intensiver. Mit „Mittelsachsen“ wurde am Freitag das dritte gemeinsame Fahndungs- und Kompetenzzentrum (FKZ) im Freistaat in Betrieb genommen und die Fahndungsachse vom Vogtland bis Ostsachsen geschlossen, wie Innenminister Roland Wöller (CDU) mitteilte. Damit würden der Verfolgungsdruck auf durchreisende Straftäter verschärft und die Sicherheit erhöht.

Das FKZ „Mittelsachsen“ ist die letzte der geplanten Koordinierungsstellen zu Grenzkriminalität im Bereich Tschechien. Dort sammeln und bewerten je ein Beamter der Landes- und der Bundespolizei Informationen und organisieren die Einsätze. Schwerpunkte sind Kontrollen auf A 4 und A 72, auf Bundesstraßen und an der Grenze.

„Die enge Vernetzung der Polizeiarbeit ist für die Sicherheit in unserem Land essentiell“, sagte Bundesinnenstaatssekretär Marco Wanderwitz (CDU). Die FKZ in Sachsen seien ein wichtiger Baustein für die verstärkte Schleierfahndung bundesweit. Im November 2018 war mit „Ostsachsen“ in Bautzen das erste, Anfang August mit „Vogtland“ in Plauen das zweite eröffnet worden - dort zusammen mit der bayerischen Polizei. (Mit dpa)