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Durchsuchungen bei selbsternannter Bürgerwehr

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Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnungen mehrerer Mitglieder einer selbsternannten Bürgerwehr in Chemnitz durchsucht. Die Maßnahmen seien in 13 Wohnungen erfolgt, teilte das Landeskriminalamt Sachsen mit. Hintergrund sind laufende Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung auf der Schlossteichinsel. Die Tatverdächtigen sollen am Freitag vor einer Woche (am 14. September) Deutsche, Iraner und Pakistaner eingekreist und durchsucht haben. Dabei sollen fremdenfeindliche Äußerungen gefallen sein, ein Iraner erlitt eine Platzwunde am Kopf. Insgesamt wurden kurz nach dem Vorfall 15 Personen vorläufig festgenommen, sechs von ihnen kamen in Haft. Sie wurden aber inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie sollten in einem Schnellverfahren vor Gericht gestellt werden. Dies wurde vom Amtsgericht Chemnitz jedoch verworfen, weil der Fall zu komplex ist. Er soll jetzt als reguläres Strafverfahren verhandelt werden.