• Eine zusammengebrochene Scheune.

    Dieser Schutthaufen war eine Scheune. Foto © Bernd März.

  • Abgeknickte Bäume im Wald

    Der Tornado hat riesige Schneisen in Wäldern rund um Stollberg hinterlassen

  • Ein Baum ist auf das Eingangsschild des Tierparks HIrschfeldgestürzt

    Der Eingangsbereich des Tierparks Hirschfeld. Foto © Ralph Köhler, propicture

Ein Tornado hat im Erzgebirge ganze Ortschaften verwüstet

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Der Tornado Sonntagabend hat besonders schlimm in Brünlos und Stollberg gewütet. Erst als es früh hell wurde, zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden. Dutzende Wohnhäuser sind massiv beschädigt, Dächer abgedeckt, eine Scheune ist komplett zusammen gebrochen. Bäume liegen auf Autos, hunderte sind umgestürzt oder umgeknickt wie Streichhölzer.

Selbst das Stollberger Amtsgericht hat es erwischt, Teile des Daches wurden heruntergerissen. Noch schlimmer traf es Mitteldorf. Der komplette Ort ist ohne Strom.

Mit voller Härte traf der Sturm auch das Tierheim "Waldfrieden" in Stollberg. Tierheimchefin Susann Scheibner sagte uns, innerhalb von fünf Minuten seien der gesamte Zaun, die Außengehege und -zwinger zerstört worden. Auch dort läuft das Aufräumen.

Auf der Homepage bedanken sich die Leute dort für die Große Hilfsbereitschaft. Wer spenden möchte, könne das gerne tun, aufs Tierheimkonto.

"Sturmschaden"
IBAN: DE64 8705 4000 3711 0027 05

BIC: WELADED1STB

Aufgrund von Sturmschäden waren auch das Jobcenter in Stollberg sowie das Kreisarchiv und das Feuerwehrtechnische Zentrum im Jahnsdorfer Ortsteil Pfaffenhain zeitweilig weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar.

Auch aus der Zwickauer Region Hiobsbotschaften: Der Tierpark Hirschfeld hat bis auf weiteres geschlossen. Chefin Ramona Demmler sagte uns, es sei eine Katastrophe. Zumindest den Tieren gehe es soweit gut, bis auf ein Mutterschwein, das verendet sei. Die etwa zwei Wochen alten Ferkel müssen jetzt per Hand aufgezogen werden.

Audio:

Stollbergs Bürgermeister Marcel Schmidt im Interview