• Der Neumarkt wurde weiträumig abgesperrt. Foto: Redaktion

Entwarnung nach Drohung gegen Chemnitzer Rathaus

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Chemnitz -

Nach der Drohung gegen das Chemnitzer Rathaus hat die Polizei am Dienstagmittag Entwarnung gegeben. Bei der Durchsuchung sei kein verdächtiger Gegenstand gefunden worden, sagte uns eine Sprecherin. Das Gebäude war am Morgen gegen neun Uhr geräumt worden. Nach Angaben der Polizei war die Drohung bei der Stadtverwaltung über eine E-Mail eingegangen. Rund 200 Mitarbeiter mussten daraufhin die Räume im Alten und im Neuen Rathaus verlassen. Darunter war auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Der Bereich rund um das Rathaus wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Die Händler auf dem Wochenmarkt, die ihre Stände gerade erst aufgebaut hatten, mussten ihre Waren wieder einpacken und den Markt verlassen. Auch angrenzende Geschäfte mussten schließen. Sie haben jetzt wieder normal geöffnet. An dem Einsatz waren mehr als 50 Polizisten beteiligt, auch die Feuerwehr Chemnitz war vor Ort.

Bundesweit weitere Drohungen: mehrere Rathäuser evakuiert 

Bundesweit waren jedoch am Dienstag mehrere Rathäuser von Drohungen und Evakuierungen betroffen - ersten Erkenntnissen zufolge etwa Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg.

Seit Monaten gibt es eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte. Die Berliner Staatsanwaltschaft, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von deutschlandweit mehr als 100 Fällen. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, war zunächst offen.