Ermittlungen zu Drogenbande - 700 Kilo Heroin gefunden

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Die Polizei hat einen internationalen Rauschgifthändlerring zerschlagen, der von Hamburg aus Drogen nach Sachsen geschmuggelt haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wurden in einem Schiffscontainer im Hamburger Hafen 700 Kilo Heroin sichergestellt. Das ist die größte jemals in Deutschland sichergestellte Menge dieser Droge.

Einer der größten Umschlagplätze für das Heroin befand sich den Angaben zufolge im Raum Dresden. Von hier aus wurde das Heroin auch europaweit weiter verteilt.

Vier Beschuldigte konnten in Dresden, Spanien und den Niederlanden verhaftet und ein weiterer Mann in Dresden vorläufig festgenommen werden. Bei dem Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft Dresden mit dem Bundeskriminalamt führt, geht es um den Verdacht der bandenmäßigen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Bei Durchsuchungen von zehn Wohnungen und Gewerberäumen in und um Dresden, im Raum Chemnitz, in Hamburg sowie den Niederlanden wurden seit der Nacht zum Freitag Unterlagen, Laptops, Datenträger, Smartphones sowie Fahrzeuge und Vermögensgegenstände sichergestellt. 

Bei dem Einsatz war eine Vielzahl von Kräften des Bundeskriminalamts ein-gesetzt. Das Bundeskriminalamt wurde im Inland durch den Zoll, hier insbesondere durch das Zollfahndungsamt Hamburg, das Zollkriminalamt, das Hauptzollamt Hamburg, das Landeskriminalamt Hamburg, die Landespolizei Hamburg sowie das Landeskriminalamt Sachsen, die Bereitschaftspolizei Sachsen, Spezialkräfte des Zollfahndungsamts Dresden und Spezialkräfte der Bundespolizei unterstützt. Die Maßnahmen im Ausland wurden von den niederländischen und spanischen Behörden umgesetzt.

Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Bundeskriminalamts dauern an und werden noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen, heißt es vom Bundeskriminalamt.