Erzgebirge Aue feiert zweiten Saisonsieg
Erzgebirge Aue hat die Abstiegsränge der 2. Fußball-Bundesliga vorerst verlassen. Die Sachsen gewannen am Freitagabend gegen den VfR Aalen mit 1:0 (0:0) und schafften den ersten Zweitliga-Sieg überhaupt gegen den Angstgegner von der Ostalb. Vor 7.000 Zuschauern schoss Fabian Müller den entscheidenden Treffer in der 77. Minute. „Vor zwei Wochen wäre das Tor so nicht gefallen“, war sich Mittelfeldspieler Michael Fink nach dem Erfolg sicher.Neu-Trainer Tomislav Stipic atmete nach dem zweiten Heim- und Saisonsieg erstmal tief durch. Unter seiner Führung sind die „Veilchen“ seit drei Spielen ungeschlagen. „Es hätte keiner gedacht, dass wir sieben Punkte holen. Wir haben heute sehr geduldig gespielt und hinten nicht viel anbrennen lassen. Es hat jeder mitgearbeitet“, lobte Fink. Aalen wartet dagegen seit sechs Partien auf einen Sieg. „Ich denke, dass wir über den gesamten Spielverlauf der Herr im Haus waren“, sagte Stipic.Beide Teams setzten auf eine starke Defensive. Zudem prägten viele Ungenauigkeiten das Spiel. Aue hatte in der ersten Halbzeit zwei Chancen durch Romario Kortzorg: Der Niederländer (32.) schoss erst aus elf Metern am rechten Pfosten vorbei und eine Minute später verfehlte er aus der Distanz knapp das Tor. Auf gegnerischer Seite prüfte lediglich der ehemalige Auer Arne Feick Schlussmann Martin Männel (34.), doch der hielt den Ball sicher. Zum Ende der ersten Halbzeit war Aue dann drückend überlegen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen.Nach dem Wechsel musste Aalen auf den verletzten Kapitän Leandro verzichten. Der für ihn eingewechselte Nejmeddin Daghfous konnte aber keine Akzente setzen. Beide Teams hatten exakt eine Möglichkeit. Zunächst verfehlte Jürgen Gjasula (53.) das Auer Tor nur knapp. Wenig später schoss Rico Benatelli aus der Drehung, doch der Ball war keine Gefahr für Aalen Tormann Jasmin Fejzic. In der Schlussviertelstunde verstärkte Aue seine Offensivbemühungen. Müller verwertete folgerichtig einen Steilpass von Kortzorg mit einem Schuss in die kurze Ecke. Der bis dahin überzeugende VfR-Keeper Fejzic sah dabei unglücklich aus.(dpa)