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Erzgebirge Aue gewinnt Kellerduell gegen St. Pauli

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Dem FC Erzge­birge Aue ist in der 2. Fußball-Bundes­liga ein wichtiger Heimsieg im Kampf um den Klassen­ver­bleib gelungen. Im Abstiegs­duell gegen den direkten Konkur­renten FC St. Pauli gewannen die Sachsen am Freitag­abend mit 1:0 (1:0). Vor 10 000 Zuschauer im ausver­kauften Sparkassen-Erzge­birgs­sta­dion schoss Nicky Adler (27.) mit einem sehens­werten Seitfall­zieher das entschei­dende Tor zum sechsten Saison­er­folg. Durch den zweiten Heimsieg in Serie stehen die Auer als Tabellen-15. erstmals seit dem 10. Spieltag auf einem Nicht­ab­stiegs­platz. Die Hamburger rutschten hingegen auf den Relega­ti­ons­platz 16 ab.Unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco holte der Aufsteiger nun sieben Punkte aus den ersten drei Spielen und sind weiter ungeschlagen. Dabei wird die takti­sche Handschrift des Fußball-Lehrers immer deutli­cher. Aue spielt in einem 3-4-2-1-System. Bei eigenem Ballbe­sitz sichert eine Dreier­kette um Louis Samson ab. Hat der Gegner der Ball, wird daraus eine Fünfer­kette. „Wir müssen die Zweikämpfe sauber gewinnen“, hatte Tedesco gefor­dert. Und genau das hatte seine Mannschaft auch umgesetzt, was zu einem entschei­denden Faktor für den Erfolg wurde.Beide Mannschaften hatten am Freitag­abend die gleiche Spiel­idee: Den Gegner extrem früh stören und zu Fehlern zwingen. Dabei waren die Gäste in der Anfangs­phase die gefähr­li­chere Mannschaft. Kapitän Lasse Sobiech hatte schon in der zweiten Minute eine gute Chance per Kopf, der Ball ging aller­dings knapp über die Latte. Bei den Hausherren wurde ein Freistoß zur Initi­al­zün­dung. Mario Kvesic (21.) hämmerte den Ball ans Außen­netz und weckte sein Team damit auf. Aue war fortan die zweikampf­stär­kere und gefähr­li­chere Mannschaft. Das wurde dann auch am Spiel­stand deutlich: Nach einem abgefälschten Schuss von Dimitrij Nazarow (27.) hatte Adler zu viel Platz und platziere das Leder sehens­wert mit einem Seitfall­zieher im Tor. Auch in der Folge waren die Auer etwas gefähr­li­cher, nutzten die sich bietenden Räume aber nicht konse­quent genug aus.In der zweiten Halbzeit blieb das Abstiegs­duell umkämpft. Aus dem Spiel heraus mangelte es beiden Mannschaften an Ideen. Aue stand in der Defen­sive sicher und konzen­trierte sich auf gelegent­liche, schnelle Gegen­an­griffe. Kvesic (59.) versuchte es mit einem harten, aber nicht sehr genauen Distanz­schuss.Auf der Gegen­seite hatte der nur wenige Augen­blicke zuvor einge­wech­selte Jan-Marc Schneider (69.) den Ausgleich auf dem Fuß. Seine technisch starke Direkt­ab­nahme landete aller­dings an der Latte. St. Pauli drängte in der Schluss­phase mit viel Energie auf den Ausgleichs­treffer. Aller­dings kamen die Hamburger kaum zu Abschlüssen. Kvesic traf in der zweiten Minute der Nachspiel­zeit mit einem direkten Freistoß die Latte. In der 95. Minute hatten die Hanseaten noch eine letzte Ecke. Aber als Aues Keeper Martin Männel den Ball sicher in den Händen hielt, pfiff Referee Markus Schmidt (Stutt­gart) ab und Aue jubelte.(dpa)