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Erzgebirge Aue schlägt Heidenheim zum Rückrundenauftakt

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Der FC Erzge­birge Aue hat im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundes­liga einen wichtigen Heimsieg geholt. Der Aufsteiger setzte sich am Samstag zum Rückrun­den­start gegen den 1. FC Heiden­heim mit 2:1 (0:0) durch. Vor 6300 Zuschauern sorgten Pascal Köpke (56. Minute) und der einge­wech­selte Dimitrij Nazarov (90.) für den vierten Erfolg der Sachsen, die dadurch zumin­dest bis Sonntag die Abstiegs­plätze verließen. John Verhoek (84.) hatte kurz vor Schluss für den FCH noch ausge­gli­chen. Für Aue war es nach acht sieglosen Partien der erste Erfolg seit dem vergan­genen Oktober und der erste gegen Heiden­heim überhaupt. Zu Hause hatten die Erzge­birger sogar seit fünf Monaten nicht mehr gewonnen.Gegen die favori­sierten Heiden­heimer zeigte Aue erneut eine anspre­chende Leistungen. Aller­dings erspielten sich die Sachsen nur wenige Torchancen, die dann auch noch leicht­fertig vergeben wurden. Am Ende jubelten sie dank Nazarov aber doch.FCE-Coach Pavel Dotchev schickte eine leicht verän­derte Mannschaft ins erste Pflicht­spiel 2017. Fabian Kalig begann auf der Rechts­ver­tei­di­ger­po­si­tion, Calogero Rizzuto rückte vor auf die rechte Mittel­feld­po­si­tion. Im Mittel­feld liefen Clemens Fandrich und Louis Samson zentral auf, Chris­tian Tiffert sicherte dahinter ab. Winter­neu­zu­gang Albert Bunjaku saß zunächst nur auf der Bank. In der Anfangs­phase spielte sich die Partie quasi ausschlie­ß­lich im Mittel­feld ab. Aue stand defensiv sicher, störte Heiden­heim früh und ließ die Offen­sive um Marc Schnat­terer nicht zur Entfal­tung kommen. Aller­dings blieben die Gastgeber offensiv harmlos. Samson (10.) und Kalig (27.) versuchten sich mit wirkungs­losen Distanz­schüssen. Nach einer halben Stunde bediente Tiffert mit einem feinen Zuspiel Köpke. Der Stürmer umkurvte zunächst Torwart Kevin Müller, zögerte dann aber zu lange mit dem Abschluss. So konnten drei Heiden­heimer auf der Linie klären.Kurz vor dem Halbzeit­pfiff versuchte es Kapitän Schnat­terer mit einem ersten Schuss. Mit dessen Schuss hat Aues Schluss­mann Martin Männel aber keine Probleme. Nach dem Seiten­wechsel wurden die Gäste stärker: Schnat­terer (51.) und Denis Thomalla (52.) vergaben aber ordent­liche Schuss­chancen. Im Anschluss hatte Aue zwei Mal Glück: Zunächst konnte Heiden­heims Torwart einen wuchtigen Schuss von Sebas­tian Hertner nicht festhalten und Köpke staubte zum 1:0 ab. In der 64. Minute traf der einge­wech­selte FCH-Stürmer Tim Klein­dienst nach einer Ecke per Kopf die Unter­kante der Latte. Den Abpraller segelte an allen vorbei. Aue war in den Schluss­phase bemüht, den Sieg zu sichern. Heiden­heim konnte die starke Defen­sive aller­dings nicht ernst­haft in Bedrängnis bringen. Statt­dessen waren es die Hausherren, die über Konter gefähr­lich wurden. Fandrich (74.) vergab nach einer guten Einzel­leis­tung aber die Chance auf die erneute Führung. Das hätte sich in der Schluss­phase fast noch gerächt, als nach einem Einwurf Verhoek aus kürzester Distanz zum Ausgleich einköpfte. Doch Nazarov sorgte mit seinem flachen Links­schuss an den Innen­pfosten für Auer Freuden­tänze auf dem Feld und an der Seiten­linie.(dpa)