Erzgebirge Aue verliert in Stuttgart
Für den FC Erzgebirge Aue war am Sonntagnachmittag beim VfB Stuttgart nichts zu holen. Durch die 0:3 (0:1)-Niederlage in Stuttgart vor 60 441 Zuschauern stecken die Sachsen weiter tief im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga fest. Toptorjäger Simon Terodde (14., 69.) hatte die favorisierten Stuttgarter in Führung gebracht, sein erster Treffer resultierte dabei aus einem Foulelfmeter. Alexandru Maxim (76.) sorgte für den Schlusspunkt. Auerutscht damit auf Tabellenplatz 15, hat aber noch zwei Punkte Vorsprung zum Relegationsplatz.„Das haben wir nicht verdient, 0:3 zu verlieren“, sagte Routinier Christian Tiffert. Er blickte aber bereits nach vorn: „Nächste Woche spielen wir gegen Kaiserslautern, dann gegen Düsseldorf. Das sind unsere Gegner, nicht der VfB, der schon fast in der Bundesliga steht. Jetzt schieben wir aber Frust.“ Trainer Domenico Tedesco sah es ähnlich, meinte aber: „Wir hatten 20, 30 starke Minuten. Doch das reicht in so einem Spiel nicht. Der Sieg des VfB geht in Ordnung. Die Jungs sind stabil, die Niederlage wird keine Spuren hinterlassen.“In der Mercedes-Benz-Arena waren die Rollen von Anfang an klar verteilt: Aufstiegsfavorit Stuttgart hatte mehr Ballbesitz und ergriff die Initiative. Florian Klein (10.) verfehlte mit einem ersten Schuss das Ziel nur knapp. Die Auer lauerten dagegen aus einer stabilen Defensive heraus auf Konter. Es ergaben sich durchaus Möglichkeiten für schnelle Umschalt-Aktionen. Die nutzten die Sachsen allerdings nicht konsequent genug.Im Strafraum ging Louis Samson (13.) dann gegen Terodde zu ungestüm in den Zweikampf. Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Elfmeter, den Terodde platziert verwandelte. Nur wenig später verpasste der Torschütze eine scharfe Flanke knapp. Im Anschluss flachte die Partie zusehends ab, da Aue das Stuttgarter Spiel zwar gut im Griff hatte, aber gleichzeitig selbst keine nennenswerten Chancen kreieren konnte. Dimitrij Nazarov (31.) setzte einen Distanzschutz über den Stuttgarter Kasten, Calogero Rizzuto (33.) scheiterte aus spitzem Winkel an Mitchell Langerak. Auf der Gegenseite konnte Martin Männel noch Schüsse von Maxim (40.), Terodde (41.) und Josip Brekalos (44.) aus kürzester Distanz abwehren. In dieser Phase war der VfB in vielen Situationen zu schnell für die Auer Defensive.Die Sachsen kamen mit mehr Dampf aus der Kabine, attackierten die Stuttgarter früher und erkämpfen sich ein leichtes Übergewicht. Nazarov (51.) jagte einen Freistoß aus guter Position in die Mauer. Clemens Fandrich (62.) setzte einen Schuss von der Sechzehner-Kante knapp neben das Tor. Aue hatte die Partie in dieser Phase weitgehend unter Kontrolle, bekam dann aber einen Angriff nicht aus der Gefahrenzone geklärt. Emiliano Insua brachte den Ball per Flanke zurück in den Strafraum, wo Terodde Fabian Kalig abschüttelte und das 2:0 köpfte. Die Partie war dadurch entschieden.Für die kämpfenden Auer kam es sogar noch schlimmer: Maxim (75.) hatte im Strafraum zu viel Platz und hämmerte den Ball aufs Tor, wo Männel den Ball nur noch ins eigene Tor abprallen lassen konnte. Aue hat damit die beiden bisher einzigen Duelle der beiden Teams mit einer Tordifferenz von 0:7 verloren.(dpa)