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Erzgebirge Aue verliert Sachsenduell

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Auf Daniel Frahn kann sich RB Leipzig nun auch in der 2. Bundes­liga verlassen. Der Kapitän schoss den Aufsteiger am Freitag­abend im Sachsen­duell gegen Schluss­licht FC Erzge­birge Aue zum verdienten 1:0 (1:0)-Sieg. Vor 34 273 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielte der Stürmer bereits in der 3. Minute seinen ersten Saison­treffer. Die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger springt durch den zweiten Saison­sieg zumin­dest vorüber­ge­hend an die Tabel­len­spitze. Aue bleibt dagegen sieg- und punktlos am Tabel­len­ende. „Wir waren die ersten 45 Minuten haushoch überlegen, haben in der zweiten Halbzeit das Spiel aber aus der Hand gegeben. Dennoch haben wir haben gewonnen“, sagte Frahn, dessen Team ligaüber­grei­fend nun seit 19 Spielen ungeschlagen ist. In der 2. Liga ist Leipzig zudem als einzige Mannschaft noch ohne Gegentor.  Ganz anders die Stimmung bei den Gästen, die erstmals mit drei Nieder­lagen in eine Zweit­liga-Saison starteten. „Die nächsten Spiele werden nicht einfa­cher. Jetzt müssen wir aufpassen und Gas geben“, meinte René Kling­beil. Sein Keeper Martin Männel wurde deutli­cher: „Wenn der Plan nach gut zwei Minuten schon über den Haufen geworfen wird, ist das auf Deutsch gesagt Scheiße.“ Leipzig musste kurzfristig auf Spiel­ma­cher Dominik Kaiser verzichten. Für ihn begann der Siegtor­schütze vom Pokaltri­umph gegen den SC Pader­born, Clemens Fandrich. Ansonsten vertraute Zorniger auf die erfolg­reiche Startelf der letzten Wochen. Aues Trainer Falko Götz stellte dagegen gleich viermal um. Den Ton im ersten Pflicht­spiel der beiden sächsi­schen Zweit­li­gisten gaben von Beginn an die Hausherren an. Nachdem die Auer nicht resolut klären konnten, sprang der Ball im Straf­raum zu Frahn. Dieser setzte sich gegen Vertei­diger Kling­beil durch und schob zum 1:0 ein. Für Leipzigs Rekord­spieler und -torjäger wirkte der Treffer befreiend, immerhin war Frahn nach dürftigen Leistungen zum Saison­be­ginn nicht unumstritten. Weil die Neuzu­gänge Terrence Boyd und Ante Rebic noch verletzt fehlen, spielt Frahn auf Bewäh­rung. Von Aue kam in der ersten Halbzeit nicht viel. Leipzigs Torhüter Benjamin Bellot musste nicht einmal ernst­haft eingreifen. Erst nach der Pause wurden die „Veilchen“ mutiger. Götz wechselte mit Henri Anier, Romario Kortzorg und Fabian Müller offensiv. Doch bei der besten Gelegen­heit wurde Anier (74.) von Leipzigs Georg Teigl abgedrängt.Die kritischste Szene musste Leipzig kurz vor der Pause überstehen. Innen­ver­tei­diger Niklas Hoheneder war nach einem Freistoß unglück­lich Kopfüber auf dem Rasen gelandet und blieb zunächst regungslos liegen. „Es sah schwer­wie­gend aus, weil er zuerst mit dem Kopf aufkam und dann das ganze Körper­ge­wicht dazu kam. So wie es aussieht, ist es auf jeden Fall eine Stauchung der Halswir­bel­säule“, sagte Leipzigs Sport­di­rektor Ralf Rangnick dem Fernseh­sender Sky.Laut Rangnick hatte Hoheneder im ersten Moment ein paar Ausfall­er­schei­nungen in den Händen. „Aber die Bewegung und das Gefühl kamen wieder. Jetz müssen wir hoffen, dass es noch glimpf­lich abgeht“, erklärte Rangnick. Hoheneder wurde vom Feld getragen und ins Kranken­haus gebracht. Er konnte seine Arme und Beine zunächst bewegen. Für ihn kam Marvin Compper zu seinem ersten Einsatz für RB Leipzig. Auffäl­ligster Gast auf der Tribüne war Weltmeister Sami Khedira. Mit dem Besuch bei seinem Bruder Rani in Leipzig heizte der Star von Real Madrid die Gerüchte um einen mögli­chen Wechsel zurück in die Bundes­liga weiter an. (dpa)