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Europäisches Blasmusikfestival Aue-Bad Schlema verschoben

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Eigentlich wollten zahlreiche Orchester beim Europäischen Blasmusikfestival in Aue-Bad Schlema im September wieder gemeinsam musizieren. Doch jetzt steht fest: Alles wird auf nächstes Jahr verschoben. Neuer Termin ist das dritte Septemberwochenende 2021. 

Dazu habe man sich jetzt schweren Herzens entschlossen, hieß es vom Gesamtvorstand des Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema. Präsident Thomas Schaumberger sagte: „Wir haben lange versucht, das Festival doch noch dieses Jahr ausrichten zu können. Aber wie sich aktuell zeigt, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie langwieriger, als wir im Frühjahr gehofft hatten.“

Es gebe viele Unsicherheiten, die den Verein dazu bewogen hätten, eins der größten Blasmusikfestivals in Europa zu verschieben.

Viele Teilnehmer könnten sich derzeit gar nicht auf die vier Auftritte, das Gemeinschaftskonzert und die zwei Festumzüge vorbereiten, weil Orchester noch nicht wieder proben dürfen.

Auch in der Blasmusikarena, die für 4.000 Gäste ausgelegt ist, ließen sich die Abstandsregeln nicht einhalten. Außerdem sei noch unklar, ob die Musiker überhaupt anreisen können.

„Die Peebles Burgh Silver Band aus Schottland zum Beispiel kann derzeit gar keine Flüge buchen“, sagt Anke Dolling, die Eventmanagerin des Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema. Auch wirtschaftlich lasse sich das Festival nicht durchführen. Der Verein sei außerdem auf Fördermittel und die finanzielle Unterstützung von Sponsoren angewiesen.

„Wir nehmen Rücksicht auf unsere treuen Sponsoren, die wir in dieser schweren Zeit nicht zusätzlich belasten möchten“, erklärt Thomas Schaumberger und bittet die Blasmusikfans um Verständnis für die Absage.

Bereits im April haben die geplanten Teilnehmer des Festivals gezeigt, dass Musik keine Grenzen kennt. Gemeinsam haben sie auf Initiative der Kampagne des Freistaates Sachsen „So geht sächsisch“ den Steigermarsch gespielt.

Das Video, das unter Federführung des Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema entstand, wurde im Internet schon mehr als 300.000 Mal angeschaut. Als Entschädigung für den Ausfall in diesem Jahr will der Musikverein noch ein ähnliches Video produzieren.

Die Orchester sollen einen Titel spielen, der auch zum Gemeinschaftskonzert mit 700 Musikern erklungen wäre. „Dieses Video wollen wir am 18. September veröffentlichen“, freut sich Mario Unger-Reißmann, der Medienbeauftragte des Bergmannsblasorchesters.

Audio:

Anke Dolling, Eventmanagerin beim Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema