Ex-MDR-Manager Foht räumt in Betrugsprozess Vorwürfe ein

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Der ehemalige MDR-Unterhaltungschef Udo Foht hat im Betrugsprozess um Geldschiebereien eine Reihe von Vorwürfen eingeräumt. Sein Anwalt verlas am Freitag im Landgericht Leipzig eine Erklärung. Der 71-Jährige bestätigte darin, dass er immer wieder verschiedene Musikmanager und TV-Produzenten um Darlehen gebeten hatte. Das Geld habe er benötigt, um Unterhaltungssendungen im MDR umsetzen zu können. Er habe gewusst, dass er die zumeist fünfstelligen Summen nicht pünktlich würde zurückzahlen können. Er habe Menschen getäuscht und wolle sich entschuldigen. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt für Foht die Unschuldsvermutung.

Das Geschehen liegt schon lange zurück, die Vorwürfe waren 2011 bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft hatte den einst mächtigen Fernsehmanager wegen Betrugs, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung angeklagt. Das Gericht hatte gleich zu Beginn des Prozesses eine sogenannte Verständigung vorgeschlagen. Gegen ein Geständnis stellte die Kammer eine Strafe von höchstens einem Jahr und neun Monaten in Aussicht, ausgesetzt zur Bewährung. Das Verfahren zu den Untreue- und Steuerhinterziehungsvorwürfen könne vorläufig eingestellt werden. Foht erklärte am Freitag, dass er den Vorschlag nach "reiflicher Überlegung" annehme. (dpa)