FCE verpasst Auswärtssieg bei St. Pauli in letzter Sekunde

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Der FC Erzgebirge Aue hat in der 2. Fußball Bundesliga einen Achtungserfolg nur ganz knapp verpasst. Drei Minuten fehlten den Auer zur großen Überraschung in Hamburg. Beim 2:2 (1:1) beim Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga im ersten Spiel nach der Winterpause machte Etienne Amenyido in der dritten Minute der Nachspielzeit mit seinem Ausgleich die Hoffnungen der Veilchen auf einen Auswärtssieg zunichte. Zuvor hatten sich die Erzgebirger richtig abgezockt gezeigt. Mit wenigen Möglichkeiten gingen sie durch Ben Zolinski (17.) und Nikola Trujic (72.) zweimal in Front. Der Spitzenreiter glich durch Jakov Medic (30.) und eben Amenyido vor 1724 Zuschauern am Millerntor aus.

Teamchef Marc Hensel begann mit einer Mannschaft, die so noch nie zusammengespielt hat. Nicht nur Neuzugang Prince Owusu, der am Donnerstag erst vom SC Paderborn verpflichtet worden war, stand in der Startelf. Clemens Fandrich kehrte nach seiner Sieben-Spiele-Sperre zurück ins Team, ebenso wie Malcolm Cacutalua. Der 27-Jährige hatte sich im Oktober 2020 schwer am Knie verletzt und feierte auf St. Pauli nun wieder seinen ersten Pflichtspieleinsatz. Nichtsdestotrotz fehlten den Veilchen sieben verletzte Spieler, die durchaus auch zum Stammpersonal gehören könnten.

Aue musste sich erst finden und überließ den Hanseaten die Initiative. Bis auf eine Chance, die der zurückgeeilte Zolinski gegen Jackson Irvine stark vereitelte, ließ Aue nicht viel zu. Und Zolinski wurde für seine Aktion gleich belohnt. Owusu bediente den Angreifer, der keine Mühe hatte, zur Führung zu vollenden. Und das mit dem ersten Angriff der Sachsen überhaupt in dieser Partie.

Der Treffer verlieh den Auern zunächst Sicherheit. Auch, weil der Spitzenreiter in seinem Angriffsspiel ideenlos wirkte und die Fünfer-Abwehrkette der Sachsen nur selten überlisten konnte. Erst nach einer halben Stunde gelang das per Standard, als Medic Cacutalua entwischte und per Kopf den Ausgleich markierte. Danach stand Aues Torhüter Martin Männel noch mehrfach im Blickpunkt, zeigte dabei aber stets seine Klasse.

Nachdem St. Pauli zu Beginn der zweiten Halbzeit vehement auf die Führung gedrückt hatte, erlebten die Hamburger in der 56. und 58. Minute zwei Schreckmomente. Und beide Male vergab Owusu die große Gelegenheit, um Aue wieder in Font zu schießen. Beim ersten Mal schlug er ein Luftloch, bei der nächsten Großchance setzte er den Ball aus rund sechs Metern Entfernung knapp am Tor vorbei. Danach zogen sich die Sachsen wieder vermehrt zurück, bauten eine Festung vor dem Männel-Tor auf und lauerten auf Konter.

Mit Erfolg. Einen Lattentreffer von Jan Hochscheidt verwertete der acht Minuten zuvor für Nicolas Kühn eingewechselte Trujic per Flugkopfball zum 2:1. Ihn ereilte kurze Zeit später die Höchststrafe. Weil er unmittelbar vor einem Platzverweis stand, holte Hensel ihn vom Platz. Man versuchte die Führung mit aller Macht über die Zeit zu bringen, doch es gelang nicht. In der Nachspielzeit fiel der summa summarum verdiente Ausgleich der Hamburger.

(mit dpa)