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Flugplatz Jahnsdorf ist Grünen weiter Dorn im Auge

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Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Chemnitzer Grünen für die Schließung des Flugplatzes in Jahnsdorf stark machen. Anlässlich des Tages gegen den Lärm haben sie das Thema wieder mal aus der Schublade geholt. Sie begründen das damit, dass viele Jahnsdorfer über den Fluglärm klagen. Dazu komme, dass das Privatvergnügen einiger weniger noch immer steuerfinanziert sei. Denn sowohl der Landkreis Erzgebirge, als auch die Stadt Chemnitz bezuschussen den Flugplatz als Gesellschafter. Im Jahr 2017 zum Beispiel mit rund 265.000 Euro. Und das, obwohl die Flugbewegungen zurückgehen. Ulrike Kahl, die für die GRÜNEN im Erzgebirge im Kreisrat sitzt, nennt einen weiteren Aspekt, der für den Ausstieg der Gesellschafter aus dem Flughafen spricht: „Für den Erzgebirgskreis wäre die Wiedererlangung der Verfügungsgewalt über die Flächen, die aktuell von der Verkehrslandeplatz Chemnitz/ Jahnsdorf GmbH genutzt werden, mit Sicherheit ein großer Gewinn. Flächen für Gewerbeansiedlungen werden immer benötigt“.Die Schadstoffe in der Umgebung werden nicht gemessen. Das ging aus einer Ratsanfrage von Thomas Lehmann, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Chemnitzer Stadtrat, hervor.Die Grünen sowohl im Stadtrat von Chemnitz als auch im Erzgebirgskreis  positionieren sich deshalb  für weniger Lärm, um die Gesundheit der Menschen zu schützen und zu verhindern, dass Tierarten wegen starker Beschallung ihre Lebensräume verlassen müssen. Sie fordern die Stadt Chemnitz und den Landkreis auf, ihren Zuschuss an dem Flugplatz schrittweise zu reduzieren und perspektivisch aus dem - wie sie es nennen - unwirtschaftlichen Projekt auszusteigen.Die frei werdenden Mittel sollten sinnvollerweise in den ÖPNV investiert werden, heißt es weiter. Somit wären die Jahnsdorfer und die Umwelt von Lärm und Schadstoffen entlastet und nicht zuletzt auch die Geldbeutel der Steuerzahlenden geschont.