++ EIL ++

Freiberg: Porzellanwerk-Ruinen verschwinden

Zuletzt aktualisiert:

Am alten Porzellanwerk in Freiberg sind jetzt die Abrissbagger angerückt. Auf dem über dreieinhalb Hektar großen Gelände sollen Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude entstehen. Dafür müssen die verfallenen Gebäude weichen.

Schon lange bot die Industriebrache an der Himmelfahrtsgasse einen verwahrlosten Anblick. Die Fabrikgebäude stehen seit den 90er Jahren leer.  In den nächsten Woche verschwinden die meisten Ruinen, nur das markante Hauptgebäude mit dem kleinen Turm bleibt erhalten. Es ist denkmalgeschützt. In Kürze beginnen dort Sicherungsarbeiten, um die Immobilie vor weiterem Verfall zu schützen und Vandalismus zu verhindern. Die Arbeiten sollen Ende Oktober abgeschlossen sein.

Die Industriebrache bot vielen Tieren einen Lebensraum. So nisteten auf dem Gelände und in den Gebäuden Rauchschwalben, Hausrotschwänze, Bachstelzen und Stare. Auch Fledermäuse fanden hier Quartier. Für sie werden nun im Stadtgebiet Ersatz-Niststätten und -quartiere geschaffen. Unter anderem im Lazarett-Turm im Stadtmauerbereich zwischen Donatsturm und Terrassengasse sowie auf den Friedhöfen entlang der Himmelfahrtsgasse.

Mitte nächsten Jahres sollen alle Arbeiten beendet sein. Für die gesamte Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro veranschlagt, 1,7 Millionen Euro davon sind Fördermittel.