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Freiberg verzichtet auf Biergartengebühren

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Freiberg verzichtet auch im kommenden Jahr zu Gunsten von Innenstadthändlern und Gastronomen auf Sondernutzungsgebühren. Das hat der Stadtrat beschlossen.

Das heißt, es kostet nichts zum Beispiel Biergärten, Blumenkübel, Werbeschilder und Warenständer draußen vor den Geschäften oder Restaurants aufzubauen.

Freiberg reagiert damit auf die prekäre Situation in der Innenstadt durch die Corona-Pandemie. Man müsse unterstützen, wo es geht, so Oberbürgermeister Sven Krüger. Es sei wichtig, dass Händler und Gastronomen diese Zeit überstehen. Wenn man nichts tue, könnte eine leere Innenstadt die Quittung sein.

Damit dieses Szenario nicht eintritt, hat es in den vergangenen Monaten schon zahlreiche Aktivitäten gegeben: Statt des Bergstadtfestes „Rock am Otto“, eine Veranstaltungsreihe, die über den ganzen Sommer organisiert worden ist, oder den Weihnachtszauber, den abgeänderten Christmarkt – so wie dieser unter Vorgaben der Corona-Schutz-Verordnung möglich ist. Auch die erneute Nikolausstiefelaktion ist ein Versuch, die Innenstadthändler in den Fokus zu rücken.

„Außerdem unterstützen wir unsere Innenstadt mit Aktionsgutscheinen: Insgesamt verschenken wir 30.000 Euro. Beim Kauf von Silberstadtgutscheinen gibt es diese Aktionsgutscheine in Höhe von fünf bzw. zehn Euro obendrauf“, erklärt das Stadtoberhaupt.

Bereits im Mai hatte der Stadtrat den Verzicht auf Sondernutzungsgebühren fürs laufende Jahr beschlossen. Rund 26.500 Euro weniger Einnahmen schlagen damit für die Stadtkasse zu Buche. Für das gesamte Jahr 2021 rechnet die Stadt nun mit 50.000 Euro weniger  Einnahmen.

Mit dem Beschluss wird die Sondernutzungssatzung selbst nicht außer Kraft gesetzt. Die neue Regelung beschränkt sich auf die „Größenordnungen, die im vorangegangenen Jahr von den entsprechenden Unternehmungen bereits beantragt und wahrgenommen worden waren.“