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Freispruch für Samuel W. im Dschihadisten-Prozess

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Ein 22-Jähriger aus Oberhäs­lich (bei Dippol­dis­walde) ist im "Dschi­ha­disten-Prozess" am Amtsge­richt Pirna freige­spro­chen worden. Nach Ansicht des Gerichts ist Samuel W. nicht nach Syrien gegangen, um am Heiligen Krieg teilzu­nehmen. Dafür gebe es keine objek­tiven Beweise, teilte ein Gerichts­spre­cher mit. Die Staats­an­walt­schaft warf dem Studenten vor, Bezie­hungen zur Begehung einer schweren staats­ge­fähr­denden Straftat aufge­nommen zu haben. Es handelte sich laut Gericht um den ersten Fall bundes­weit, bei dem der relativ neue Anti-Terror-Paragraf (§ 89b) vor Gericht zur Anklage gebracht wurde.Samuel W. war im September 2014 nach Syrien gereist. Er habe dort in einer Koran­schule gelebt, sagte er vor Gericht aus. Als er bemerkte, dass es sich um ein Terror­camp handelt, sei er geflüchtet. Der Prozess wurde unter Ausch­luss der Öffent­lich­keit verhan­delt.