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Frost bringt nichts gegen Borkenkäferplage

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Der momentane Frost mit Nachttemperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius reicht wohl noch nicht für eine größere Dezimierung der Borkenkäfer in den Wäldern aus. Die Käfer könnten solche Temperaturen überstehen, weil sie eine Art körpereigenes Frostschutzmittel produzieren, schätzen Experten von Sachsenforst ein. Außerdem würden die Schädlinge im Boden oder am Baum überwintern und sich so vor starkem Frost schützen.

Probleme hätten die Käfer aber, wenn sich Frost und milde Temperaturen häufig abwechseln oder wenn es schon im September oder noch im April Frost gibt. Sorgen bereitet Sachsenforst aber eher der Umstand, dass jetzt durch Schneebruch wieder Schadholz entstehen kann, das dem Borkenkäfer im Frühjahr Lebensraum gibt.

Borkenkäfer zählen zu den größten Schädlingen im Wald. Sie nisten sich bei Bäumen zwischen Stamm und Rinde ein und fressen, der Baum stirbt ab. Borkenkäfer sind in der Lage, kränkelnde Bäume zu riechen und befallen sie dann gezielt.