Gasimporteur VNG in Schieflage - Antrag auf Staatshilfe

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Die Leipziger Verbundnetz AG ist in der Energiekrise in finanzielle Schieflage geraten. Der Gasimporteur hat beim Bundeswirtschaftsministerium einen Antrag auf Staatshilfe gestellt, wie Haupteigentümer EnBW am Freitag mitteilte. Berlin hat das bestätigt.

Gasmengen müssten zu erheblich höheren Preisen beschafft werden, um Kunden weiter zu deutlich niedrigeren Preisen beliefern zu können, schreibt VNG in einer Mitteilung. Um die Handlungsfähigkeit des Konzerns zu sichern, sehe sich das Unternehmen veranlasst, neben dem bereits gestellten Antrag zur Gasumlage weitere Hilfen zu beantragen.

Den Verlust dieses Jahr bezifferte das Unternehmen auf circa eine Milliarde Euro. Die VNG-Gruppe versorgt rund 400 Stadtwerke und Industriebetriebe mit Gas.

Wirtschaftsminister Dulig (SPD) erklärte dazu: „Wladimir Putin hat der VNG den Gashahn zugedreht und damit ein kerngesundes und solides Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung alles dafür tun wird, um VNG zu stabilisieren. Das ist wichtig, damit keine Kettenrektion ausgelöst wird und durch eine Schieflage der Stadtwerke eine Versorgungsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.“

Energieminister Wolfram Günther (Grüne): „Es ist jetzt wichtig, dass auch Arbeitsplätze und Standort gesichert werden, dass die VNG stabilisiert wird und die Chance bekommt, aus eigener Kraft aus dieser unverschuldeten Lage herauszukommen. Wir stehen im engen Austausch mit dem Unternehmen und innerhalb der Staatsregierung.“