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Geburtstag und Rekordspiel - Erzgebirge Aue feiert Doppel-Jubiläum

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Gleich zwei Jubiläen hat der FC Erzgebirge Aue zu feiern. Am Donnerstag wird der 75. Geburtstag gefeiert. Außerdem steht mit der Partie gegen Hannover 96 am Samstag das 500. Zweitligaspiel an. Eine Party wird es aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht geben. Die große Feier werde aber nachgeholt, versprach Präsident Helge Leonhardt im Gespräch mit der dpa.

Im kleinen Rahmen gefeiert wird vor allem auf der Homepage des FCE. Dort gibt es seit einigen Tagen viele Interviews mit ehemaligen Spielern und Trainern wie z.B. Udo Tautenhahn, Dieter Schüßler und Klaus Toppmöller. Für das Zweitliga-Rekordspiel wurden die Fans außerdem virtuell ins Boot geholt. Für die Partie gegen Hannover wurden Geistertickets angeboten. Mit Erfolg: Das Erzgebirgsstadion war schon am Dienstagnachmittag mit 15.500 Karten „digital“ ausverkauft. Karten könne nach wie vor erworben werden.

Am 4. März 1946 soll der sowjetische Stadtkommandant die Erlaubnis zur Gründung eines Fußballvereins in Aue erteilt haben. Historische Belege dafür gibt es allerdings nicht. „Somit bleiben die Ereignisse an jenem Rosenmontag eine Anekdote mit viel Charme, welche auch gut zu unserem Kumpelverein passt“, heißt es in der Vereinschronik auf der FCE-Homepage. In den 1950er Jahren feierte die BSG Wismut Aue ihre größten Erfolge. 1956, 1957 und 1959 wurde die Mannschaft DDR-Meister, 1955 FDGB-Pokalsieger. Manfred Kaiser, Heinz Satrapa und Willy Tröger, der im Zweiten Weltkrieg eine Hand verloren hatte, gehörten zu den bekanntesten Auer Spielern der Vergangenheit.

1993 wurde der Verein in FC Erzgebirge Aue umbenannt. „Den Namen hatten wir bewusst so gewählt, um die gesamte Region mit einzubeziehen und wieder für den Fußball zu begeistern“, erklärt Leonhardt. „Zehn Jahre später wurde mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga die erste Rakete gezündet.“ Seitdem gehört der Club mit zwei kurzen Unterbrechungen zum Inventar im deutschen Fußball-Unterhaus. Die Veilchen haben inzwischen 499 Zweitliga-Spiele bestritten. In der laufenden Saison liegt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster nach 23 Spieltagen mit 32 Punkten erneut auf sicherem Kurs Klassenverbleib. (Mit dpa)