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Gelungener Einstand für neuen Veilchen-Coach Tedesco

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Mit neuem Trainer zum Sieg: Domenico Tedesco hat einen perfekten Einstand beim FC Erzge­birge Aue gefeiert und beim akut abstiegs­ge­fähr­deten Tradi­ti­ons­club für neue Hoffnung im Kampf um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundes­liga gesorgt. Zwei Tage nach seiner Verpflich­tung holte Tedesco mit dem 1:0 (1:0)-Heimsieg im Abstiegs­duell gegen den Karls­ruher SC gleich seinen ersten Erfolg als Chefcoach im Profi-Fußball. Vor 7650 Zuschauern sorgte Dimitrij Nazarov mit einen umstrit­tenen Foulelf­meter in der 36. Minute für den fünften Saison­sieg der Erzge­birgler. Damit verließ der Aufsteiger vorerst den letzten Tabel­len­platz und schob sich auf den Relega­ti­ons­platz vorbei am KSC. Die Badener sind nun Vorletzter. Für die zuvor in fünf Spielen in Serie sieglosen Auer war es der erste Erfolg seit dem 2:1 gegen Heiden­heim am 28. Januar. Der KSC, der zuletzt noch Hannover 96 mit 2:0 bezwang, musste mit der elften Saison­nie­der­lage einen herber Dämpfer im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen.Nach dem 2:2 in Biele­feld verän­derte Tedesco, Nachfolger des zurück­ge­tre­tenen Pavel Dotchev, die Startelf auf drei Positionen. Calogero Rizzuto, Louis Samson und Mario Kvesic liefen von Beginn an auf, während Adam Susac, Fabio Kaufmann und Clemens Fandrich auf der Bank Platz nehmen mussten. Sein Trainer-Kollege Mirko Slomka wechselte nach dem Sieg gegen Hannover nur einmal und brachte Moritz Stoppel­kamp für Dennis Kempe. Nachdem Tedesco in den ersten Trainings­ein­heiten einen „brutalen Willen“ bei seinem neuen Team ausge­macht hatte, stellte er seine Mannen im ersten Spiel unter seiner Regie vor neue takti­sche Vorgaben. Er ließ in der Abwehr mit einer Fünfer-Kette spielen, die bei Ballbe­sitz zu einer Dreier-Forma­tion wurde. Auch in der varia­blen Offen­sive sollten Pascal Köpke, Dimitrij Nazarov und Cebio Soukou immer wieder mal wieder die Positionen tauschen.Zunächst verla­gerten sich die Kontra­henten in dem für beide so immens wichtigen Spiel auf die Stabi­li­sie­rung der Abwehr­reihen. Weder Aue noch der KSC gingen ein unnötiges Risiko ein. Die Gastgeber wurden vom hochste­henden KSC immer wieder im Spiel­aufbau gestört, Kvesic und Chris­tian Tiffert konnten im Mittel­feld keine Akzente setzen. Insge­samt war das zähe Abstiegs­duell von viel Nervo­sität, Zweikämpfen, Ballver­lusten und Leerlauf geprägt. Kampf ja - spiele­ri­sche Klassen oder hochka­rä­tige Torchancen nein. So parierte KSC-Schluss­mann Dirk Orlis­hausen zwei Chancen von Köpke (23./32.) sowie einen Distanz­schuss von Tiffert (29.) sicher. In der 36. Minute war es dann aber soweit - und betei­ligt waren die beiden früheren Karls­ruher Köpke und Nazarov. Nach einem Foul von Orlis­hausen an Köpke im Straf­raum zeigte Referee Robert Schröder (Hannover) sofort auf den Elfme­ter­punkt - zu Unrecht. Denn Orlis­hausen hatte zuvor den Ball gespielt. Davon ließ sich Nazarov mit seinem platzierten Schuss ins linke untere Eck gegen seinen ehema­ligen Teamkol­legen jedoch nicht beirren. Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es nach der Pause weiter: Und es bot sich fast das gleiche Bild. Offensiv setzten weder Aue noch der KSC Akzente, vielmehr war es purer Abstiegs­kampf- und krampf. Aue verla­gerte sich auf die Vertei­di­gung der Führung, während der KSC in der hekti­schen Schluss­phase den Druck erhöhte. Doch Aue stemmte sich mit aller Kraft gegen den Ausgleich - mit Erfolg.(dpa)