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Gemeinsames Engagement für Neubaustrecke Dresden-Prag

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EU, Sachsen und Tsche­chien wollen gemeinsam den Neubau der Bahnstrecke Dresden-Prag voran­treiben. Dazu sei eine gemein­same Projekt­ge­sell­schaft gegründet worden, teilte das sächsi­sche Wirtschafts­mi­nis­te­rium am Freitag nach einem Treffen mit dem EU-Koordi­nator Mathieu Grosch und dem tsche­chi­schen Verkehrs­mi­nister Dan Tokim mit. Der Europäi­sche Verbund für terri­to­riale Zusam­men­ar­beit (EVTZ) will sich unter anderem um die fachliche und organi­sa­to­ri­sche Unter­stüt­zung kümmern.Eine Studie habe gezeigt, dass mit dem Neubau der Strecke durch das Erzge­birge die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag um eine halbe Stunde verkürzt werden könne und zugleich das Elbtal vom Güter­fern­ver­kehr und dem damit verbun­denen Lärm entlastet werde, erklärte Minister Martin Dulig (SPD). Zwar wurden die Pläne in den Entwurf des Bundes­ver­kehrs­we­ge­plans aufge­nommen. „Wir brauchen aber mehr Klarheit vom Bund, damit wir planen dürfen.“ Dulig sprach von einem „europäi­schen Genera­tio­nen­pro­jekt“, für das nun die Weichen gestellt werden müssten.Um die Wachs­tums­raten im Güter­ver­kehr reali­sieren zu können, sei der Neubau der Trasse notwendig. „Diese Strecke ist für Europa eine der wichtigsten, um den Flaschen­hals zwischen den Häfen im Norden und Südeu­ropa zu öffnen“, erklärte EU-Koordi­nator Mathieu Grosch. (DPA)