• Unser Fotoreporter hat einige Szenen der unerlaubten Versammlung festgehalten.

  • Symbolisch wurde das Handwerk zu Grabe getragen.

  • Am Marktplatz wurden die Demonstranten darauf hingewiesen, dass diese Versammlung laut Corona-Schutzverordnung unzulässig ist.

Unerlaubte Demo in Zwönitz - Acht Polizisten verletzt

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Bei einer unangemeldeten Versammlung in Zwönitz sind am Montagabend Polizei und Demonstranten aneinander geraten. Nach unseren Informationen versammelten sich etwa 200 Menschen auf dem Marktplatz, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren.

Die Polizisten wiesen mehrmals darauf hin, dass eine unangemeldete Versammlung nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung nicht zulässig sei. Dennoch kamen immer mehr Menschen dazu. Die Polizei hat versucht, den Aufzug zu unterbinden. Dafür wurden einzelne Gruppierungen festgesetzt. Später kam es dann zu Auseinandersetzungen, wie Videos zeigen.

Auch in Freiberg und Zittau gab es Protestaktionen. In Freiberg sind etwa 800 Menschen friedlich vom Albertpark zum Kinopolis und zurück spazieren gegangen. Und in Zittau haben etwa 500 Menschen mit Abstand auf einem Ringspaziergang protestiert.

Update 08:50 Uhr - Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte, wurden die Beamten unter anderem von einer siebenköpfigen Menschengruppe mit Pfefferspray besprüht und gebissen. Daraufhin habe auch die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Insgesamt sollen bei den Auseinandersetzungen acht Polizisten und Polizistinnen verletzt worden sein. Die Teilnehmenden, die gewalttätig wurden, waren laut Polizei größtenteils männlich im Alter zwischen 30 und 57 Jahren.

Zu der unangemeldeten Versammlung war über die sozialen Medien aufgerufen worden. Der Großteil der Menschen trug keinen Mund-Nasen-Schutz und die Einhaltung der Abstände war laut der Sprecherin "unzureichend". Die Polizei führte mehrere Identitätsfeststellungen durch, gegen die es teilweise Widerstand gab.