Innenminister Wöller verurteilt Gewalt in Leipzig

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Sachsens Innenminister Roland Wöller hat die Gewalt bei der Indymedia-Demonstration in Leipzig scharf verurteilt. Wer Journalisten und Polizisten angreift, greife die Meinungsfreiheit und die friedliche Gemeinschaft an, erklärte der Minister auf Twitter. Die Demonstration gegen das Verbot der Plattform «Linksunten.Indymedia» hatte gestern Abend zunächst friedlich begonnen, doch dann flogen Steine auf Polizisten. 13 Beamte wurden laut Polizei leicht verletzt.

Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat entsetzt auf den Gewaltausbruch bei der Indymedia-Demonstration reagiert. «Was geht in Menschen vor, die so hassen? Sie wüten gegen alles, alles, für das wir täglich eintreten: gegen Respekt, gegen Demokratie und Rücksicht und Toleranz», erklärte der Stadtchef am Sonntag. Eine «verbrecherische Gruppe» habe am Samstagabend das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Demonstration hemmungslos und gewalttätig ausgenutzt. «Auf diese Kriminellen kann es nur eine Antwort geben: einen starken Staat», erklärte der Oberbürgermeister.